Berner Schulen bekommen Amok-Warnanlagen

Alle Schulen der Stadt Bern werden mit Alarmsystemen ausgerüstet, die vor Amoktaten warnen können.

Polizisten riegeln den Eingang zur GIBB ab. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gegen die Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern war im November 2008 eine Drohung bei der Polizei eingegangen. Keystone

Alle Schulanlagen der Stadt Bern sollen Alarmsysteme erhalten. Damit können Schüler und Lehrer schnell und einfach vor Gefahren wie einem Brand oder einer Amoktat gewarnt werden. Der Gemeinderat hat dafür einen Kredit von 3,06 Millionen Franken gesprochen.

Die Alarmierungsgeräte sollen in Klassenzimmern und häufig genutzten Spezialräumen montiert werden. Dazu müssen rund 1500 Zimmer mit neuen Geräten ausgerüstet werden, wie die Stadt Bern am Freitag mitteilte.

Heute verfügen nur einzelne Schulhäuser über Brandmeldeanlagen. Andere Schulen können bei einem Brand nur durch ein Feuerhorn alarmieren. Nun werden die Pausenglocken und Gonganlagen für den Brandfall umgerüstet.

Im Fall eines Amoklaufs soll nur über Alarmierungsgeräte gewarnt werden. Diese erzeugen ein Signal, das mit einem Klingelton beim Handy vergleichbar ist. Eine Sprech- oder Textnachricht informiert die Lehrperson über die Art der Gefahr.

Mit der Bewilligung des Baukredits erfüllt der Gemeinderat eine vom Stadtrat überwiesene Motion aus dem Stadtparlament.