Berner Schwinger gehören zu den Favoriten am «Eidgenössischen»

Die Berner Schwinger sind in Form. Sie sind so stark, dass sie am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Burgdorf von Ende August zu den Favoriten zählen. Der Schwingerszene im Kanton Freiburg fehlt ein Aushängeschild und im Wallis ist Schwingen gar kein Thema mehr.

In zwei Monaten hat die Schweiz einen neuen Schwingerkönig. Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest von Ende August/Anfang September zählen die Berner Schwinger zu den Favoriten. Gute Chancen auf den Königstitel haben Matthias Sempach (Schwingklub Kirchberg), Schwingerkönig Kilian Wenger (SK Niedersimmental) oder Christian Stucki (SK Unteres Seeland). «Diese drei Schwinger sind in Form und haben wegen ihrer grossen Erfahrung starke Nerven», sagt der technische Leiter des Bernisch Kantonalen Schwingerverbands Samuel Feller im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Nicht nur Kraft und Technik seien an einem «Eidgenössischen» massgebend, sondern auch ein kühler Kopf.

Freiburger suchen nach neuen Spitzenschwingern

Der Kanton Bern zählt über 500 aktive Schwinger. Beim Nachwuchs und bei den Jungschwingern siehts noch besser aus. Hier werden über 700 Aktive gezählt. Feller weiss, wieso Schwingen im Kanton Bern zurzeit so populär ist: «Schwingen hat im Kanton Bern Tradition und die Vereine leisten an der Basis seit Jahrzehnten hervorragende Nachwuchsarbeit.»

Von Verhältnissen wie im Kanton Bern können Schwingklubs in anderen Kantonen nur träumen. 2006 hat mit Hans-Peter Pellet zum letzten Mal ein Einheimischer das Bergfest am Schwarzsee gewonnen. Mit fünf eidgenössischen Kränzen war er der letzte erfolgreiche Schwinger aus dem Kanton Freiburg. Ein neues Aushängeschild für den Freiburger Schwingsport sucht man zurzeit vergebens.

Wallis: Was ist Schwingen überhaupt?

Schlecht bestellt ist es mit der Schwingerszene im Wallis. Am kantonalen Schwingfest vom kommenden Wochenende in Leukerbad nehmen zwar rund 100 Schwinger teil - nur gerade 10 davon sind Walliser. Die Qualifikation für das eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Burgdorf hat bisher nur ein Walliser geschafft. Normalerweise  qualifizieren sich zwei Walliser, sagt der Präsident des Walliser Schwingerverbands, Dominique Werlen.

Es gibt im Wallis derzeit zwar noch mehrere Schwingklubs, vor allem im Unterwallis, aber nur noch wenige Aktive. Im Oberwallis gibt es noch drei Klubs: einen in Leukerbad, einen in Mörel und einen in St.Niklaus. In Leukerbad existiert zwar ein Klub, aber keine Schwinger. Das Oberwallis zählt noch zwei aktive Schwinger. Diese trainieren erst noch bei Klubs im Berner Oberland.