Berner Spitzenmedizin für Pferde, Ponys und Esel

Die Pferdeklinik am Tierspital in Bern ist in den vergangenen zwei Jahren umfassend saniert worden. An der Universitätsklinik werden Tierärztinnen und Tierärzte ausgebildet und jährlich rund 2000 Pferde behandelt.

Zwei Männer, ein Pferd. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Professor Vinzenz Gerber (links) und Oberarzt Christoph Koch vor den neuen Operationssälen der Berner Pferdeklinik. Christian Liechti/SRF

In den neuen Räumlichkeiten können die Arbeitsabläufe effizienter gestaltet und heutige Hygienestandards eingehalten werden, wie die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion mitteilt. Die alten Räumlichkeiten stammten aus den 1960er-Jahren und waren zusammen mit dem benachbarten Lindenhofspital und dem Neufeld-Gymnasium im Berner Länggassquartier erbaut worden.

Wie in der Humanmedizin sind nun die Raumabfolgen von schmutzig bis sauber organisiert. «Neu wurden ein septischer und ein aseptischer Operationssaal gebaut», erklärt Vinzenz Gerber, Professor für klinische Veterinärmedizin der Universität Bern gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF.

Auf die Bedürfnisse der Pferde abgestimmt

Die verwendeten Materialien in den Sälen sind robust und belastbar, schliesslich sind dort Hubstapler unterwegs und die Räume werden mit Wasser aus dem Hochdruckschlauch gereinigt.

Bei der Ausgestaltung der Details wurde auf die speziellen Bedürfnisse der Pferde geachtet. So wurden beispielsweise Spiegelungen vermieden, die die Tiere erschrecken könnten. Weiter wurden auch die Zugangswege entflochten. Die Ver- und Entsorgung erfolgt über die Nordseite. Kunden und Patienten gelangen über den Hof zur Klinik. Der Hof dient auch zum Bewegen der Pferde.

Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 15 Millionen Franken. Die Bauarbeiten erfolgten unter laufendem Betrieb.