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Legende: Audio Adrian Amstutz: «Ich höre auf, weil es richtig ist» abspielen. Laufzeit 03:16 Minuten.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 17.01.2019.
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Berner SVP-Politiker Adrian Amstutz will nicht mehr antreten

  • Der Berner SVP-Nationalrat Adrian Amstutz verzichtet auf eine erneute Kandidatur für den Nationalrat.
  • Dies, obwohl ihm die Kantonalpartei mit einer Statutenänderung eine längere Amtszeit ermöglicht hätte.

Die Berner SVP lockerte am Montagabend die Amtszeitbeschränkung für besondere Fälle. Damit sollte der Weg geebnet werden, damit Nationalrat Adrian Amstutz erneut zur Wiederwahl hätte antreten können. Nun verzichtet er aber darauf.

Private Zukunftspläne

Es sei «eine Ehre» für ihn, dass die Delegiertenversammlung der bernischen SVP «nahezu einstimmig» den Wunsch geäussert habe, dass er erneut kandidieren solle, teilte Amstutz am Donnerstag mit.

Aber nach 16 Jahren Parlamentsarbeit habe er das Recht, die persönlichen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen. Für ihn sei es der richtige Zeitpunkt zurückzutreten, sagt Amstutz.

Es stimmt auch für meine Familie.
Autor: Adrian AmstutzSVP-Nationalrat

Amstutz will mit seinen Grosskindern viel unternehmen, Skifahren, wandern und wieder mehr Gleitschirm fliegen.

Keine politischen Ämter mehr?

Bis Herbst bleibt Adrian Amstutz auch Wahlkampfleiter der SVP Schweiz. Im Moment sehe es so aus, dass er danach keine politischen Ämter mehr wahrnehme, sagt der 65-Jährige, «zumindest nicht im Vordergrund».

Für einen 2. Wahlgang der Ständeratswahlen stehe er sicher nicht zur Verfügung. «Ich habe ja eine Schnupperlehre gemacht im Ständerat, das ist kein Thema mehr.» Amstutz war bei der Ersatzwahl für Simonetta Sommaruga (SP) im Mai 2011 in den Ständerat gewählt worden. Bei den ordentlichen Wahlen im Herbst, nach gut sechs Monaten, wurde er nicht wieder gewählt.

Das Zugpferd fällt aus

Werner Salzmann, SVP-Kantonalpräsident, bedauert den Rücktritt von Adrian Amstutz. Die Gründe seien aber nachvollziehbar. Dass die Einführung der «Lex Amstutz» nachträglich gesehen nicht so geschickt war, sieht Salzmann aber nicht so. Die SVP habe Amstutz einfach die Möglichkeit gegeben, nochmals zu kandidieren.

Wir haben alles probiert, aber wir wussten immer, dass er selber entscheiden muss.
Autor: Werner SalzmannPräsident SVP Kanton Bern

Mit dem Rücktritt von Adrian Amstutz wird es im Herbst auch schwieriger, die neun Nationalratssitze der Berner SVP zu verteidigen. Es sei das Bemühen jeder Partei, gute bekannte Kandidaten auf die Wahlliste zu nehmen, sagt Werner Salzmann. «Und mit Adrian Amstutz hätten wir ein super Zugpferd gehabt.

Und der SVP-Kantonalpräsident betont, dass die beschlossene Lockerung der Amtszeitbeschränkung nur in Ausnahmefällen angewendet werde. «Und ich sehe im Moment niemanden, der auch in den Genuss einer solchen Ausnahme kommen würde.»

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39 Kommentare

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  • Kommentar von Steff Stemmer  (Steff)
    Frau Artho, Sie fordern hier Solidarität, in sozialen menschlichen Bereichen. Bitte erklären Sie mir mal die Solidarität der SVP, gegenüber den schwachen Menschen? Die SVP, die Sozialleistungen, EL kürzen wollen, gegen Mindestlöhne und Gesammtarbeitsverträge ist. Steuern senken und für Steuerabkommen mit Reichen ist. Für Kürzungen der KK Unterstützung ist, möglichst wenig oder gar keine Asylanten/Flüchtlinge will, aber Waffenlieferungen in Kriesengebiete, uff - es gäbe noch mehr!
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    1. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      Steff Stemmer was Sie hier erwähnen hat mit der Solidarität betreffend der Gesundheit eines Menschen wie ich dies A.A. wünschte, nichts zu tun. Bin auch nicht immer mit allem einverstanden, was SVP macht.Warum erwähnen Sie bei Steuersenkungen nur die SVP ,FDP,CVP sind im selben Boot. Warum schreiben Sie SVP wollen keine Flüchtlinge, für berechtigte Flüchtlinge haben sie Verständnis, nur leider wird dies überhört, jedoch für Wirtschaftsmigranten die hier ein besseres leben suchen eben nicht.
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  • Kommentar von Marlies Artho  (marlies artho)
    A.A. hat auch eine Gute Seite wie jeder andere auch,so sehe ich A.A. als Mensch mit Ecken und Kanten.Die Mehrheit Daumen runter,sogar bei der gewünschten Gesundheit,wo ich mit schrieb.Irgendwie traurig und zeigt hier in diesem Thema,wie das grosse soziale Verständnis ist, wenn es um Menschen geht, die eine andere Meinung haben. Sorry es fällt mir einfach auf, dass dies wohl mit Solidarität, in sozialen menschlichen Bereich eher ein trauriges Zeugnis darstellt. Politik kann grausam sein:-(
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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Leider ist auch die hohe "Basis" in der SVP nicht mehr das, was Christoph Blocher war. Da muss es ja jedem ehrlichen +hartarbeitenden SVP Politiker verleiden, wenn die Spitze immer weicher wird. Es gibt genügend Mitglieder der BDP +CVP weckte die Grundwerte der SVP unterstützen, nämlich unser Land als unabhängiges Land zu erhalten. Diese Mitglieder +Wähler müssen in die SVP treten um dies zu ermöglichen. Man muss nicht das anschauen was uns passt in einer Partei, sondern das was uns nicht passt.
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