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Bern Freiburg Wallis Bernische BDP geht mit Enea Martinelli in die Zukunft

Der frühere Interlakner Grossrat folgt auf Heinz Siegenthaler an der Spitze der Kantonalpartei. Martinelli wurde am Mittwochabend in Ins per Akklamation zum neuen Präsidenten gewählt.

Enea Martinelli
Legende: «Wir sind gekommen, um zu bleiben»: Enea Martinelli. Jörg André/SRF

Der 50-jährige Apotheker aus dem Berner Oberland zeigte sich in seiner Antrittsrede überzeugt, dass die BDP ihren Platz auf der Polit-Landkarte behalten wird. «Wir sind gekommen, um zu bleiben - dieses Motto stimmt noch immer.» Martinelli war 2014 selbst Opfer des BDP-Tiefflugs geworden: Er gehörte zu den Grossräten, welche damals die Wiederwahl verpassten.

Inzwischen habe die Partei den Negativtrend stoppen können, betonte Martinelli unter Verweis auf die jüngsten Nationalratswahlen. Der Sitzverlust schmerze zwar, der Wähleranteil sei gegenüber den kantonalen Wahlen 2014 aber wieder gestiegen - von 11,2 Prozent im vergangenen Jahr auf 11,8 Prozent.

Applaus für Widmer-Schlumpf

Die Parteiversammlung in Ins hatte knapp drei Stunden nach der Rücktrittsankündigung von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf begonnen. Die Berner Parteifreunde ehrten die - für einmal nicht persönlich anwesende - Widmer-Schlumpf mit einer stehenden Ovation.

Bei den Nationalratswahlen verlor die bernische BDP einen ihrer vier Sitze - Heinz Siegenthaler musste über die Klinge springen. Siegenthaler und Wahlleiter Martin Kaufmann waren bestrebt, trotzdem das Positive zu sehen.

«Wir sind nach wie vor die zweitgrösste bürgerliche Partei im Kanton Bern», betonte Siegenthaler. Für die Verteidigung des vierten Sitzes habe relativ wenig gefehlt.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Leuenberger (hansle)
    EWS hat gestern gesagt, es sei für die Entwicklung der Partei eher vorteilhaft, wenn sie aus der Position Bundesrat zurücktrete. Das hängt nun davon ab, ob die BDP ein Parteiprogramm findet, das als ausgesprochen bürgerlich-demokratisch erkennbar ist. Mit den 4 grossen Parteien plus dem grünen Segment sind die relevanten Themen in der Politik umfassend besetzt. Ebenso wichtig ist für die BDP, dass sie sich in den nächsten Jahren verjüngen kann, sonst wird sie zum Auslaufmodell.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Nach dem Rücktritt des grossen BDP-ANKERS (BR(in) Widmer-Schlumpf), wird es die serbelnde Kleinpartei (schlechte Wahlresultate im Kt. Bern und bei den eidg. Wahlen!) sehr schwer haben, am "Leben zu bleiben"! Schon manchen ehemaligen politischen Klein- und Neugruppen, erging es nicht anders! Gekommen, grosse Medienaufmerksamkeit und nach einigen kurzen Jahren kam das AUS! Das ewige (bei jeder sich bietenden Gelegenheit vor Mikrofon oder Kamera) Verunglimpfen der SVP reicht auch bei der BDP NICHT!
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