Bernische Kläranlagen werden besser

In den kommenden Jahren werden die grössten Abwasserreinigungsanlagen im Kanton Bern umgerüstet. Wie Jacques Ganguin vom kantonalen Amt für Wasser und Abfall sagt, reagiere man damit auf Mikroverunreinigungen. Es wird vermutet, dass Rückstände von Arzneimittel Fischbestände beeinträchtigen.

Dank immer genaueren Messtechniken können kleinste Wasserbestandteile eruiert werden. Und sie werden herausgefiltert. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Dank immer genaueren Messtechniken können kleinste Wasserbestandteile eruiert werden. Und sie werden herausgefiltert. Keystone

Rückstände von Arzneimittel oder Sonnenschutzartikel im Wasser wirken sich in bestimmten heimischen Gewässern nicht gut auf die Entwicklung gewisser Fischpopulationen aus. Dank immer genaueren Messetechniken konnten, laut Jacques Ganguin, stellvertretender Leiter des kantonalen Amts für Wasser und Abfall, Forscher diese Zusammenhänge hergestellt werden.

Daher werden nun die grössten Kläranlagen im Kanton Bern in den nächsten Jahren sukzessive umgerüstet. Sie sollen auch sogenannte Mikroverunreinigungen klären, sagt Jacques Ganguin. «Somit haben wir mit der Zeit eine noch bessere Wasserqualität», sagt Ganguin gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF.

Das heisst: Das gereinigte Abwasser wird, bevor man es in den Fluss entlässt, noch einmal behandelt. Zum Beispiel mit UV-Strahlen, welche schädliche Komponenten in Arzneimitteln zerstören. «Diese Elemente sind im Wasser lediglich in Spuren vorhanden», sagt Ganguin. Doch wenn man schon die Technik dazu habe, wolle man diese auch anwenden.