Archiv der Frauenbewegung Bernische Regierung soll Gosteli-Archiv retten

Der bernische Grosse Rat hat den entsprechenden Auftrag erteilt. Das Gosteli-Archiv hat noch Geld für rund zwei Jahre.

Blick auf das Gosteli-Archiv von aussen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Archiv, das Marthe Gosteli in der Gemeinde Ittigen aufgebaut hat, soll erhalten bleiben. zvg

Der bernische Grosse Rat hat der Berner Regierung einstimmig den Auftrag gegeben, die Auflösung oder Abwanderung des Gosteli-Archivs zu verhindern. Die Regierung soll in diesem Zusammenhang prüfen, ob Gelder der Denkmalpflege fliessen könnten.

Schon im Juni hatte der Regierungsrat bekanntgegeben, er stelle sich hinter die Forderungen. Wenn der Grosse Rat den Vorstoss unterstütze, werde er die Staatskanzlei beauftragen, «zukunftsfähige Lösungen» für den Erhalt des Gosteli-Archivs auf dem Ittiger Altikofen-Gut auszuarbeiten.

Noch zwei Jahre auf eigenen Beinen

Das Archiv der Schweizerischen Frauenbewegung war 1982 von der in diesem Frühjahr verstorbenen Marthe Gosteli gegründet worden. Es kann sich nach Angaben der Berner Regierung noch etwa zwei Jahre lang selber finanzieren. Danach braucht es eine neue Lösung.

Auf Bundesebene Vorstösse pendent

Nach wie vor pendent sind auf nationaler Ebene fünf Postulate von Nationalrätinnen zugunsten des Gosteli-Archivs. Diese Parlamentarierinnen finden allerdings, der Bund müsse sich subsidiär engagieren. Der Bundesrat schrieb in der Antwort zu einem Vorstoss: Zweifellos handle es sich bei diesem Archiv um «eine wichtige Dokumentation zu einem der bedeutendsten Aspekte der politischen und sozialen Geschichte der Schweiz seit dem frühen 20. Jahrhundert.»