Bernmobil-Kontrolleure neu auch mit Sicherheitsaufgaben

Die Kontrolleure in Berner Bussen und Trams sollen künftig nicht nur Schwarzfahrer überführen, sondern auch für mehr Sicherheit sorgen. Bernmobil betraut dafür zusätzlich 21 Mitarbeitende mit einem sogenannten Kontrolldienst Plus. Die Massnahme kostet jährlich 500'000 Franken.

Blick in den Führerstand eines Bernmobil-Trams. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sicherheit unterwegs wird bei Bernmobil wichtiger. Keystone

Bernmobil-Sprecher Rolf Meyer bestätigte auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der Zeitung «Der Bund» vom Donnerstag. Beim sogenannten Kontrolldienst Plus handle sich aber nicht um einen eigentlichen Security-Dienst, betonte Meyer. «Unsere Mitarbeiter tragen vorerst weder Schlagstock noch Pfefferspray.»

Auch übten die Kontrolleure keine Polizeiaufgaben aus. Sobald Gewalt im Spiel sei, werde weiterhin die Polizei aufgeboten. Zum Einsatz kommen sollen die zusätzlichen Mitarbeitenden vor allem an Wochenenden und bei Grossveranstaltungen. Dann sei auch ein Rückgriff auf externe Sicherheitsdienste denkbar, sagte Meyer.

Insgesamt werden künftig bei Bernmobil 55 Personen im Kontrolldienst tätig sein, 21 von ihnen werden neu für den Kontrolldienst Plus ausgebildet. Dieser Ausbau entspricht zusätzlich 2,5 Vollzeitstellen. Heute sind 35 Mitarbeitende als Kontrolleure unterwegs, die meisten von ihnen arbeiten auch als Tram- und Bus-Chauffeure im Fahrdienst.

Präventive Massnahme

Der Sicherheitsdienst sei eine präventive Massnahme, sagte Meyer im Zeitungsbericht. Gewaltsame Übergriffe sind in Berner Bussen und Trams selten. Viele Passagiere stören sich aber an betrunkenen Fahrgästen, die mitunter andere belästigen, wie eine Kundenbefragung gezeigt hat. Man wolle bei Bernobil desbalb parat sein, «wenn sich die Lage verschlechtern sollte».