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Mit so vielen Emotionen verfolgen die beiden Mütter das Spiel
Aus News-Clip vom 27.02.2020.
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Bertschy und Glauser Die Freundschaft der Mütter wird auf die Probe gestellt

Bertschy und Glauser sind Gegner in der National League – ihre Mütter schauen die Spiele gemeinsam. Wir waren dabei.

Treffpunkt: Düdingen. Praxede Bertschy und Renata Raetzo fahren gemeinsam los – von ihrem Zuhause in Düdingen Richtung Lausanne. Sie schauen zusammen das Spiel ihrer Söhne, die aber nicht mit-, sondern gegeneinander spielen. Christoph Bertschy, der Sohn von Praxede Bertschy, spielt bei Lausanne. Andrea Glauser, der Sohn von Renata Raetzo, spielt bei den SCL Tigers. Beide haben in Düdingen mit dem Eishockeyspielen begonnen, deshalb sind die Mütter seit Jahren befreundet.

In der gleichen Mannschaft haben die beiden Söhne nicht gespielt – Andrea Glauser (23) ist zwei Jahre jünger als Christoph Bertschy (25). Trotzdem hätten sie viel Zeit zusammen in der Eishalle in Düdingen verbracht, das sei wie ihr Zuhause gewesen. «Wir waren wie eine Familie», sagt Renata Raetzo. Und auch heute noch sind die Mütter gute Freundinnen. «Jede will natürlich, dass ihr Sohn gewinnt», sagt Praxede Bertschy. Aber man freue sich auch für den jeweils anderen Sohn, wenn er gut spiele.

Beide sind noch näher miteinander verbunden, weil der Sohn von Reanta Raetzo, Andrea Glauser, der Freund ist der Tochter von Praxede Bertschy. Beide fiebern mit, verwerfen die Hände, klatschen, sind nervös. Es ist Praxede Bertschy, die heute Abend zuerst jubeln kann – Lausanne schiesst das 1:0. Beide Söhne stehen dabei auf dem Feld. «Für Chrigi gibt es ein Plus, für Andrea ein Minus», sagt Renata Raetzo.

Gemeinsam bei Gottéron?

Zwischen den beiden Söhnen kommt es immer wieder zu Zweikämpfen auf dem Eis. «Das haben wir nicht so gerne», sagt Renata Raetzo. «Das Schöne ist aber, wenn beide bei mir Zuhause sind, ziehen sie sich gegenseitig auf», ergänzt Praxede Bertschy.

In der höchsten Liga in der Schweiz haben die beiden Söhne nie zusammen gespielt. «Es wäre schon schön, wenn sie beide gemeinsam in Freiburg spielen würden», sagt die Mutter von Christoph Bertschy. Das würden sich wohl auch viele Senslerinnen und Sensler wünschen, dass Bertschy oder Glauser wieder einmal «Zuhause» bei Gottéron spielen würden, meinen die Mütter.

Eine ist glücklich, eine enttäuscht

Schlussendlich aber kann nur eine richtig jubeln – es ist Praxede Bertschy – ihr Sohn gewinnt mit Lausanne 3:1 gegen die SCL Tigers, die mit der Niederlage in den Playouts stehen. «Das ist sehr schade, aber wer die Tore nicht macht, bekommt sie», meint Renata Raetzo.

Immerhin: «Das Winken am Schluss ist das Wichtigste.» Ihr Sohn Andrea Glauser würde nach jedem Match vom Eis aus zur Mutter in die Zuschauertribüne winken.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12:03/17:30 Uhr; gygm;marl

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