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Aufschrift der KESB an der Eingangstür eines Büros.
Legende: Die KESB war Inhaberin des Aufenthaltsbestimmungsrechts des Mädchens. Keystone
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Mit dem Kind geflüchtet Bieler Kindsentführerin verurteilt

Eine Frau aus Biel ist am Freitag wegen Kindsentführung zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten teilbedingt verurteilt worden. Es ist jene Frau, die SVP-Nationalrat Pirmin Schwander angeblich finanziell unterstützt hat.

Die Frau brachte im Oktober 2015 ihre damals rund einjährige Tochter nicht wie vereinbart ins Kinderheim zurück, sondern tauchte unter. Danach verbrachte sie die Zeit bis Mitte 2016 in Biel, Spanien, Italien und Frankreich, wo sie aufgespürt und verhaftet wurde. Sie ist am Freitag wegen Entführung von Minderjährigen und Entziehens von Minderjährigen verurteilt worden.

22 Monate der Freiheitsstrafe wurden bedingt ausgesprochen, acht Monate unbedingt. Weil die Frau diese Zeit bereits in Auslieferungs-, Untersuchungs- und Sicherheitshaft verbracht hat, konnte sie das Gericht nach der Urteilsverkündigung als freie Frau verlassen.

Behilfe zu Kindsentführung?

In der Anklageschrift steht, dass die Frau in dieser Zeit «von diversen Personen unterstützt» worden sei. Damit könnte der Schwyzer Nationalrat Pirmin Schwander gemeint sein: Deshalb kündigte die Berner Justiz im vergangenen Spätsommer an, sie werde prüfen, ob sich Schwander der Gehilfenschaft bei einer Kindesentführung schuldig gemacht hat. Das Verfahren ist laut Christof Scheurer von der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern noch hängig.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Joel Busch  (Joel)
    Alle pochen hier auf die Rechte der Mutter, aber hat mal jemand an das Kind gedacht? Wenn die Mutter beispielsweise das Kindergeld für Suchtmittel ausgibt und das Kind unterversorgt ist? Oder wenn die Mutter derartig überfordert ist, dass sie das weinende Kind mit körperlicher Gewalt zum Schweigen bringen will? Der Tenor von, "die Mutter weiss es am Besten" ist doch blauäugiger Optimismus der die möglichen Abgründe von kaputten Elternhäusern ignoriert.
  • Kommentar von Charles Halbeisen  (ch)
    Es hat sich in den letzten Jahren ein bedenklicher Umgang mit dem Wort "Entführung" eingebürgert. Wenn die Juristen es auch so nennen: Wenn eine Mutter das eigene Kind zu sich holt, ist das nie und nimmer eine Kindesentführung.
    1. Antwort von Joel Busch  (Joel)
      Nicht mal wenn sie es dem Vater wegnimmt? Nicht mal wenn er alleiniges Sorgerecht hat und das Kind seit Jahren allein aufzieht? Ich sehe keinen Grund wieso das Recht der Mutter prinzipiell immer höher gewichtet werden sollte als das des Vaters.
  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Ich bin auch der Meinung dass es falsch ist in so einem Fall überhaupt von Entführung zu sprechen. Schliesslich war es ihr Kind. Und wenn ich recht gelesen habe hat sie es nicht dem Vater weggenommen.