Bieler Schulsport: Nachfrage steigt massiv

Die Organisation für den freiwilligen Schulsport in der Stadt Biel hat enormen Zulauf. Am Montag feiert Biel/Bienne Sports das 1000. Kind, das sich für einen der zahlreichen Kurse eingeschrieben hat. Das bedeutet Wachstum um über 50 Prozent innerhalb eines Jahres.

Seit 2002 kümmert sich Biel/Bienne Sports um den freiwilligen Schulsport in der zweisprachigen Stadt am Jura-Südfuss. Aus bescheidenen Anfängen ist ein Angebot gewachsen, das bei den Jugendlichen und ihren Eltern offensichtlich Anklang findet. «Wir sind binnen eines Jahres von 650 auf 1000 Teilnehmer gewachsen», freut sich Etienne Dagon vom Bieler Sportamt.

Christina Angwerd ist die 1000. Teilnehmerin an den Kursen von Biel/Bienne Sports. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Christina Angwerd ist die 1000. Teilnehmerin an den Kursen von Biel/Bienne Sports. zvg

Die 1000. angemeldete Teilnehmerin ist Christina Angwerd aus Evilard, eine fünfjährige Eisprinzessin. Sie wurde am Montag gefeiert.

Ein Grund für den Erfolg ist das breite sportliche Angebot. Die Zahl der Disziplinen wurde markant ausgebaut auf zurzeit 65 Kurse in 25 Sportarten. Und die Mund-zu-Mund-Propaganda der jungen Leute ist zentral: «Es wirkt, wenn sich die Jugendlichen sagen, ‹es fägt›», bilanziert Etienne Dagon. Ein Flyer zu Beginn des Jahres für jedes Schulkind streute die Information dazu in alle Familien.

Nicht der Preis ist wichtig, sondern der Wert

Biel/Bienne Sports hat Glück, dass sie den Zuwachs praktisch mit den gleichen Lehrerinnen und Lehrern bewerkstelligen kann.

So hat die grössere Menge an teilnehmenden Kindern zur Selbstfinanzierung der Kurse beigetragen. «Wir sind sogar etwas teurer geworden, von 50 auf 80 Franken pro Halbjahr», rechnet Etienne Dagon. «Aber die Eltern sind bereit, die rund 4 Franken pro Lektion zu bezahlen. Sie kennen nicht nur den Preis, sondern auch den Wert des Angebots».