Bildungskommission befürwortet Reduktion des Berner Bauinventars

Die Bildungskommission des Berner Kantonsparlaments stellt sich einstimmig hinter den 2,9-Millionen-Kredit zur Reduktion des bernischen Bauinventars. Ebenfalls Ja sagt sie zum Kredit für die Überarbeitung der Sammlung des Bernischen Historischen Museums.

Blick auf das Schloss Burgdorf Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: 11'000 Baudenkmäler werden aus dem Bauinventar des Kantons Bern gestrichen. Das Schloss Burgdorf gehört nicht dazu. Keystone

Die Überarbeitung des Bauinventars geht auf eine Forderung des Grossen Rats zurück: Mit Planungserklärungen hatte das bernische Kantonsparlament 2015 eine Reduktion der Inventarobjekte verlangt. Bei der Baugesetzrevision legte er gesetzlich fest, dass der Bestand der im Bauinventar erfassten Objekte maximal 7 Prozent des gesamtkantonalen Baubestandes betragen darf.

Im Rahmen des Kredits von 2,9 Millionen Franken soll die Denkmalpflege nun das Inventar überarbeiten und bis 2020 rund 12'000 der insgesamt 39'000 geschützten Objekte daraus entlassen.

In Bezug auf Bauvorhaben an geschützten Bauten betonte die Kommission nochmals die Wichtigkeit von transparenten Informationen, einer aktiven Rollenklärung und einer offenen und verbesserten Kommunikation, wie sie am Donnerstag mitteilte. In der Novembersession beugt sich der Grosse Rat über die Kreditvorlage.

Unterstützung für das Historische Museum

Ebenfalls Zustimmung erhält der Kredit von 1,7 Millionen Franken für die Überarbeitung der Sammlung des bernischen Historischen Museums. Die drei Träger – Kanton, Stadt und Burgergemeinde – beteiligen sich gemeinsam zu je einem Drittel an den Kosten.

Die Kommission ist sich einig, dass Handlungsbedarf bestehe und sich das Museum auf die Aufarbeitung der Sammlung konzentrieren müsse, heisst es in der Mitteilung.

Sendungen zu diesem Artikel