Sonntagsgast Björn Rasch: «Schlafforscher haben nicht den besten Schlaf»

Der 42-jährige Psychologe der Universität Freiburg forscht rund um die Frage, wie sich der Schlaf ohne Medikamente verbessern lässt. Seine Forschung interessiert weit über die Landesgrenzen hinaus.

Björn Rasch vor einem Gebäude. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Björn Rasch: «Man kann Schlaf tatsächlich auch nachholen.» Matthias Haymoz/SRF

«Der Schlaf ist ein Thema, das uns alle angeht» sagt Björn Rasch auf die Frage, was ihn an der Schlafforschung fasziniere. Schlaf sei auch keine vertane Zeit, wie viele glaubten, «Schlaf ist enorm wichtig für unsere Gedächtnisleistung und unser Immunsystem».

«  Manche denken, Schlaf sei vertane Zeit. »

Björn Rasch
über einen weitverbreiteten Irrglauben

Raschs Forschung dreht sich um die Frage, ob man den Schlaf bewusst verbessern kann. «Vor einem aufregenden Tag schlafe ich tendenziell schlechter, warum soll man das nicht auch umkehren können», gibt er zu bedenken. Und tatsächlich hätte die Schlafforschung gezeigt: Wer vor dem Schlafen positiv beeinflusst wird, hat einen längeren Tiefschlaf.

Wo die Grenzen seiner Forschung liegen, musste Björn Rasch vor gut einem Jahr am eigenen Leibe erfahren, als seine Tochter zur Welt kam. Da nütze dann alle Wissenschaft nichts mehr, «da ist der Schlaf einfach extrem beeinträchtigt». Dafür habe er zu dieser Zeit öfters mal ein Mittagsschläfchen gemacht.

«  Da nützt tatsächlich alle Wisenschaft nichts mehr. »

Björn Rasch
über die Geburt seiner Tochter

Rasch, der in Deutschland geboren wurde, ist seit 2013 Professor an der Universität Freiburg. Zuvor war er auch schon in Basel und Zürich tätig. Aus gutem Grund: «Traditionsgemäss ist die Schweiz sehr stark in der Schlafforschung.» Und Björn Rasch besonders: 2015 erhielt er vom europäischen Forschungsrat ein Stipendium über 1,5 Millionen Euro für seine Forschung.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)