BKW in Mühleberg: Das AKW-Ende ist eigentlich kein Thema

Die Bevölkerung von Mühleberg nimmt das absehbare Ende ihres Atomkraftwerks gelassen hin. Am Informationsabend der BKW wurde zur Endlagerung von radioaktiven Abfällen mehr gefragt als zum Rückbau des Werks in der eigenen Gemeinde. Die BKW geniesst viel Vertrauen.

Am Dienstagabend stand die BKW-Spitze mit Konzernchefin Suzanne Thoma in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula von Allenlüften vor die Bevölkerung und erklärte ihr im Detail, wie die Stilllegung und der Rückbau des AKW Mühleberg ablaufen soll.

Im Dezember 2019 will der Stromkonzern das Werk vom Netz nehmen, bis 2034 soll davon nichts mehr zu sehen sein. In Mühleberg ist der Rückbau weitgehend kein Grund zur Sorge.

Die BKW wirds schon richtig machen

Diskutiert wurde anschliessend rege. Aber die Fragen drehten sich mehr um die Endlagerung radioaktiver Abfälle und um Geld, als um das Rückbauprojekt in der eigenen Gemeinde.

Die BKW, in Mühleberg seit über 40 Jahren ein guter Steuerzahler und ein grosser Arbeitgeber, geniesst in der Gemeinde offensichtlich sehr viel Vertrauen und hat mit der Informationsoffensive überzeugt. «Spannender Abend, gute Information», so die Reaktionen aus dem Publikum.