Bundesrat erlaubt elektronisches Wählen in Freiburg

Im Kanton Freiburg kann wieder elektronisch abgestimmt werden. Wegen einer Lücke im Sicherheitssystem hatte der Bundesrat die Zulassung für das elektronische Abstimmen verweigert.

Im Kanton Freiburg kann ab dem Urnengang vom 27. November wieder elektronisch abgestimmt werden. Das hat der Bundesrat am Freitag entschieden. Davon profitieren rund 4900 immatrikulierte Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer.

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Bildlegende: Im Oktober 2015 konnten die Stimmbürger in Genf ihre Stimmen für die nationalen Wahlen elektronisch abgeben. Keystone

Der Kanton Freiburg hatte schon ab 2010 Versuche mit dem System «Vote électronique» gemacht. Während des letzten Jahres konnten die Stimmberechtigen im Ausland ihre Stimme jedoch nicht mehr elektronisch abgeben. Grund war der Entscheid des «Consortium Vote électronique», zu dem auch der Kanton Freiburg gehörte, das eingesetzte System nicht weiter zu entwickeln.

Der Bundesrat hatte eine Lücke beim Schutz des Stimmgeheimnisses geortet und dem System im August 2015 die Zulassung für die eidgenössischen Wahlen verweigert. Das «Consortium» löste sich daraufhin auf. Nun wird in Freiburg mit einem System der Post abgestimmt. Mit diesem können die Stimmberechtigten überprüfen, ob ihre Stimme korrekt übermittelt worden ist.

Freiburger sind die ersten

Freiburg ist der erste Kanton des aufgelösten «Consortium Vote électronique», in dem die elektronische Stimmabgabe wieder möglich ist. Der Gruppe gehörten ausserdem die Kantone Graubünden, Glarus, St. Gallen, Thurgau, Zürich, Schaffhausen, Aargau und Solothurn an.

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