Burgdorf am Tag nach dem grossen Schwingfest

Auf dem Schwingfestgelände zwischen Burgdorf und Kirchberg wird bereits mit vollem Einsatz aufgeräumt. Bis alles weg und sauber ist, dauert es allerdings noch zwei Monate. Guter Dinge sind auch die Nachbarn des Festplatzes, die turbulente Zeiten hinter sich haben.

Tonnen von Stahl und Tonnen von Kehrricht - nach dem Schwingfest in Burgdorf wird aufgeräumt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Tonnen von Stahl und Tonnen von Kehricht - nach dem Schwingfest in Burgdorf wird aufgeräumt. SRF

Wenige Stunden nach dem Ende des riesigen Anlasses räumen hunderte von Helfern und die Standbesitzer in Windeseile auf. Lastenzüge und Hubstapler verkehren, Standbauer und Gerüstmonteure sind seit dem frühen Montagmorgen am Werk. Das Schwingfest wird abgebaut. Auch an der Arena, dem zentralen Bauwerk des Schwingfests, hat der Rückbau bereits begonnen.

Eine Überraschung für das OK war allerdings die gewaltige Kehrichtmenge. «Bis wir hier wieder eine grüne Wiese haben, wird es wohl etwa Ende Oktober» schätzt Hansruedi Stettler, der Infrastruktur-Chef des OK. 300'000 Besucherinnen und Besucher hinterlassen ihre Spuren.

Die Nachbarn sind mehrheitlich zufrieden

Etwas ruhigere Zeiten brechen nun auch für die Anwohner an. Seit Wochen lebten sie mit den Folgen des Aufbaus. Drei Tage lang pilgerten Heerscharen an ihren Gartentüren vorbei. Aber die Stimmung ist freundlich.

«Es war ein wundervolles, friedliches Fest. Es war einmalig und wir haben es genossen», so tönt es aus verschiedenen Häusern. Dem Bauamt von Burgdorf wird auch hoch angerechnet, dass die Spuren des Festes an der Anmarschroute innert Stunden beseitigt waren.

Einzelne Anwohner fühlten sich vom Grossanlass etwas überfahren und wünschten sich vom Schwingfest-OK etwas mehr Aufmerksamkeit. Sie hätten ihr Bestes versucht, sagt OK-Vizepräsident Francesco Rappa. «Vielleicht ist die Botschaft nicht überall angekommen», so Rappa im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. «Wir prüfen, ob wir ihnen noch ein Zeichen unserer Wertschätzung geben können».

Die Zahl der vom Schwingfest und von der Anreise betroffenen Nachbarn entspricht allerdings der Monumentalität des Anlasses. Das OK suchte den Kontakt mit 2500 Anwohnern in Burgdorf und den benachbarten Gemeinden.