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Regierungsrat Christoph Ammann: «Es war ein Missverständnis»
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 14.03.2020.
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Coronavirus Verwirrung um die Schliessung der Skigebiete

In den Berner Alpen fuhren die Bergbahnen – in den Walliser Skigebiete standen sie still.

Die Aussage des Bundesrats zur Schliessung der Skigebiete wegen des Coronavirus ist von den Bergbahnen zunächst unterschiedlich interpretiert worden. Einige blieben am Samstag offen. Zum Beispiel die Jungfraubahnen sowie die Bergbahnen in den Destinationen Gstaad und Adelboden. Nach einem Machtwort von Bundesrat Alain Berset krochen sie am Samstag zu Kreuze. Die Walliser Bergbahnen hingegen – sowie etliche andere in der Schweiz – stehen bereits seit Freitagabend still.

Kein Interpretationsspielraum

Wie Bundesrat Berset in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF sagte, ist der Weiterbetrieb in den noch offenen Skigebieten illegal. Der Erlass der Landesregierung sei klar. Interpretationsspielraum gebe es nicht. Bereits am Freitag sagte Berset, das Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 100 Leuten bedeute die Schliessung der Skigebiete.

Der Berner Regierungspräsident Christoph Ammann sagte zunächst, «Social Distancing» sei aus seiner Sicht auf Skipisten möglich. Diese Aussagen trugen denn auch zu einer gewissen Unsicherheit bei den Bergbahnen bei.

Parallelle Behördeninformationen

Ammann bedauert in einer Mitteilung am Samstag, dass es rund um die Schliessung von Schweizer Skigebieten zu unterschiedlichen Interpretationen gekommen ist. Die Berner Regierung führe die unterschiedlichen Interpretationen auf die «kurzfristigen, teilweise auch parallelen Behördeninformationen» zurück. Der Regierungsrat habe am Freitag die Formulierung so interpretiert, dass die Skigebiete unter Einhaltung der Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit geöffnet bleiben dürften.

Am Samstagabend schliessen im Kanton Bern nun sämtliche Skigebiete. Auch das Jungfraujoch wird ab Sonntag nicht mehr erreichbar sein.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 14.3.2020, 17:30 Uhr ; sda; sahm

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Margrit Berger  (mberger)
    In den letzten Jahrzehnten sind wir mehr und mehr zu einer Unterhaltungs- und Freizeitgesellschaft verkommen. Der Sektor Dienstleistung ist übermässig gewachsen.
    Ohne Events, gefüllte Stadien, verbauten Landschaften mit Bergbahnen, weitläufigem Pistenangebot, künstlichem Schnee, Hotelkomplexen, Disneylands und sonstigen Animationangeboten scheint das Leben keinen Spass mehr zu machen.
    Damit verarmte leider der Ideenreichtum und die Kreativität des Einzelnen.
    Eine Chance uns zu besinnen!?
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