CVP-Delegierte befinden über Staatsrats-Kandidatur

Der Vorstand der CVP Freiburg schlägt drei Kandidaten für die Ersatzwahl in den Staatsrat vor. Die Delegierten sollen zwischen der Staatskanzlerin Danielle Gagnaux, dem Direktor des Arbeitgeberverbandes Jean-Pierre Siggen und Fedpol-Chef Jean-Luc Vez auswählen.

Geben Auskunft zum Wahlverfahren: CVP-Präsident Eric Menoud und die politische Sekretärin Gabrielle Bourgue. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Geben Auskunft zum Wahlverfahren: CVP-Präsident Eric Menoud und die politische Sekretärin Gabrielle Bourgue. SRF

«Wir wollen unseren Delegierten eine echte Auswahl bieten», sagt Parteipräsident Eric Menoud im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Ziel sei es, dass sich die ganze Partei hinter einen Kandidaten oder eine Kandidatin stellen wird.

Der Rücktritt von Isabelle Chassot kommt für die CVP ungelegen. Die Partei verliert seit Jahren an Wählerstimmen. Zudem sind sich die bürgerlichen Parteien nicht einig, wem dieser dritte CVP-Sitz gehört.

Die SVP als drittstärkste Partei im Kanton erhebt Anspruch. Gleichzeitig wittert die Linke die Möglichkeit, erstmals in der Kantonsgeschichte eine Mehrheit im Staatsrat zu gewinnen.

Bürgerliche Allianz?

CVP-Präsident Eric Menoud sucht nach Wegen, um den Vorwärtsgang der linken Parteien zu stoppen. Er möchte eine breite bürgerliche Allianz. Die Gespräche unter anderem mit der FDP und der SVP habe man aufgenommen. Ziel sei eine Konvention für die Wahlen 2016. Menoud hofft jedoch, dass sich die bürgerlichen Parteien bereits für die Ersatzwahl in diesem Herbst zusammenschliessen werden.