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Dank Berner Kamera Erste farbige Bilder vom Mars

Die Kamera auf der ExoMars-Sonde hat die ersten Bilder geschickt. Sie sind viel schärfer als bisherige Aufnahmen.

Weisse und gelbe Partien auf schwarzem Hintergrund
Legende: Der Rand eines eisgefüllten Mars-Kraters: Das helle Material ist Eis, das sich am Kraterrand gebildet hat. © ESA / Roscosmos / CaSSIS

Die Mars-Kamera Cassis ist an Bord der ExoMars-Sonde, einer Mission der Europäischen Weltraumagentur ESA und der russischen Weltraumorganisation Roskosmos. Nun hat Cassis die ersten farbigen Bilder aus der Umlaufbahn rund um den Mars auf die Erde geschickt.

Hubble bei weitem übertroffen

Spektakulär seien diese ersten Bilder, schreibt die Universität Bern. Das Beispielbild (oben) zeigt einen Ausschnitt vom Rand eines eisgefüllten Kraters namens Korolev. Die Aufnahme hat eine Auflösung von knapp über 5 Metern und übertrifft damit die bisher schärfsten Mars-Aufnahmen von Hubble und anderen Teleskopen um ein Vielfaches.

Das Bild besteht aus drei Bildern in verschiedenen Farben, die Cassis am 15. April 2018 fast zeitgleich aufgenommen hat. Sie wurden anschliessend zusammengesetzt, um diese Farbansicht zu erzeugen. In Zukunft soll sogar eine Auflösung von weniger als 5 Metern erreicht werden.

Die Mars-Jahreszeiten

Das Forscherteam erhofft sich vor allem neue Erkenntnisse über Veränderungen, die sich während eines Mars-Tages ergeben, sowie während der Mars-Jahreszeiten. Eines der Hauptziele von Cassis ist es, kürzlich entdeckte Spuren von flüssigem Wasser genauer zu untersuchen, die regelmässig im Mars-Frühling erscheinen und im Winter wieder verschwinden.

Software im All ersetzt

«Wir hatten in der ersten Testphase ein paar kleinere Softwareprobleme», sagt Cassis-Projektleiter Nicolas Thomas vom Center for Space and Habitability der Universität Bern. Das Team musste eine komplett neue Softwareversion auf das Gerät übertragen. «Es ist schon erstaunlich, dass man in einem Instrument, das in über 100 Millionen Kilometer Entfernung rund um den Mars fliegt, eine völlig neue Software aufsetzen und zum Laufen bringen kann», sagt Thomas.

Cassis heisst «Colour and Stereo Surface Imaging System». Es wurde von einem internationalen Team unter der Leitung der Universität Bern entwickelt. Am 20. März wurde es eingeschaltet und ist nach den letzten Tests nun bereit für den Start seiner Hauptmission am 28. April 2018.

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