Das bernische Clavaleyres ist im Kanton Freiburg willkommen

Das Freiburger Kantonsparlament hat einen Kantonswechsel der bernischen Gemeinde Clavaleyres grundsätzlich befürwortet. Nun sind die beiden Kantonsregierungen an der Reihe: Sie müssen in einer interkantonalen Vereinbarung die Details des Kantonswechsels regeln.

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Bildlegende: Keine Kirche, keine Schule, keine Post: Die bernische Gemeinde Clavaleyres zählt nur gerade 50 Einwohner. zvg

Mit dem Wechsel der kleinen bernischen Gemeinde Clavaleyres zum Kanton Freiburg geht es vorwärts. Nachdem am Dienstag der Freiburger Grosse Rat grundsätzlich Ja gesagt hat zur Aufnahme, dürften die beiden Kantonsregierungen bereits im Februar in einer interkantonalen Vereinbarung die Details regeln.

Ohne Gegenstimme sprach sich der freiburgische Grosse Rat für die Aufnahme von Clavaleyres im Kanton Freiburg aus.Vor zwei Jahren, im November 2013, hatten die Bürger von Clavaleyres beschlossen, mit Murten Verhandlungen über eine Fusion aufzunehmen. Auch das Lokalparlament Murtens hiess im April 2014 Fusionsverhandlungen mit Clavaleyres gut.

Falls im Februar die beiden Regierungen der Vereinbarung zustimmen, sind die nächsten Schritte folgende: Zuerst müssen die beiden Kantone je ein Gesetz ausarbeiten, das den Kantonswechsel und die Fusion ermöglicht. Dann können die Bürger von Clavaleyres und Murten über das Projekt abstimmen.

In der Folge wird die Stimmbevölkerung der beiden Kantone dem Kantonswechsel von Clavaleyres zustimmen müssen. Schliesslich muss auch die Bundesversammlung ihren Segen geben. Ziel ist, das Verfahren bis zu den Wahlen im Jahr 2021 über die Bühne gebracht zu haben.

Clavaleyres zählt lediglich 50 Einwohner und hat keine Kirche, keine Post, keine Schule, keine Gaststätte, aber einen kleinen Friedhof, wie die Behörden in einem Porträt an die Adresse der freiburgischen Behörden selber schrieben. In Clavaleyres wurde es zuletzt immer schwieriger, für die öffentlichen Aufgaben Leute zu finden. Mit Murten arbeitet die bernische Kleinstgemeinde etwa bereits bei der Feuerwehr und der Bildung zusammen.

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