Das Wallis wird immer welscher

Das Wallis wird in den nächsten 30 Jahren wachsen, aber nicht gleichmässig. Während das Unterwallis von Zuwanderung profitiert, wird der Bevölkerungsanteil im Oberwallis immer kleiner.

Stadtansicht von Martigny. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Martigny wird stärker wachsen als andere Regionen im Wallis. SRF

Erstmals liess die Walliser Kantonsregierung eine kantonale Studie zur Bevölkerungsentwicklung durchführen. Diese zeigt: Die Bevölkerung im Unterwallis wird wachsen. Besonders profitieren werden die Region Monthey, St. Maurice und Martigny - aber auch die Kantonshauptstadt Sitten. Das habe auch damit zu tun, dass der Wohnraum in der Genferseeregion immer teurer werde. Das Unterwallis sei da eine günstige Alternative, heisst es in der Studie, die am Donnerstag veröffentlicht worden ist.

Das Oberwallis hingegen kann nicht auf eine ähnliche Entwicklung hoffen. Damit nimmt der Anteil von Deutschsprachigen im Kanton längerfristig ab. Damit die Oberwalliser im politischen Prozess nicht untergehen, müsse man an einem grossen Parlament festhalten, meinte Staatsrat Maurice Torney. Nur so könne eine Mitsprache sichergestellt werden.