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David und Goliath Homöopathie und Spagyrik aus Bern wird stark gefördert

Die Galenica AG aus Bern und die Spagyros AG aus Worb spannen zusammen. Dies um die Komplementärmedizin zu stärken.

Legende: Audio Die Gründe für den Deal zwischen Galenica und Spagyros abspielen. Laufzeit 07:29 Minuten.
07:29 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 01.02.2019.

Bei Grippe, Bauchschmerzen oder Schlafproblemen kommen heute oft homöopathische Arzneimittel zum Einsatz. Sie gehören zur Komplementärmedizin und sollen künftig stärker gefördert werden. Dies ist das Ziel des Berner Apothekenkonzerns Galenica. Aus diesem Grund ist die Galenica eine Partnerschaft mit der Spagyros AG in Worb eingegangen.

Ein grosser Konzern und ein KMU

Die Galenica AG ist ein Konzern mit rund 3,2 Milliarden Franken Umsatz. Ganz anders die Spagyros AG. Sie ist viel kleiner und beschäftigt 35 Personen. Aber wie kommt eine solche Partnerschaft zwischen zwei so unterschiedlichen Unternehmen zustande? «Indem man den Telefonhörer in die Hand nimmt und den höchsten Chef von Galenica anruft», sagt Jacqueline Ryffel, Geschäftsführerin der Spagyros AG. Bis jetzt hatte sie auch noch nie das Gefühl, im grossen Konzern verloren zu gehen: «Im Gegenteil, bis jetzt fühlte ich mich immer als vollwertiges Mitglied in der Runde.»

Mehr Umsatz gesucht

Für die Worber Firma sei die Partnerschaft ein wichtiger Schritt: «Die Anforderungen der Behörden werden immer strenger, daher mussten wir einen Partner suchen, der uns ermöglicht, grössere Mengen abzusetzen, damit alles finanzierbar bleibt», betont Jacqueline Ryffel.

Mit der Galenica AG, welche schweizweit rund 350 eigene Apotheken betreibt, hat die Spagyros nun eine solche Partnerin gefunden. Die Produkte, welche in Worb hergestellt werden, erhalten in den Apotheken künftig auch einen prominenten Platz in den Regalen. Jacqueline Ryffel nennt die Zusammenarbeit eine «riesen Chance» für die Komplementärmedizin.

Sortimenterweiterung für die Kundschaft

Die Förderung der Komplimentärmedizin hat sich auch Galenica auf die Fahne geschrieben. Thomas Szuran, der Leiter Products and Brands bei Galenica sagt: «Das ist ein sehr komplexes Fachgebiet, dessen Wissen man sich nicht von heute auf morgen erarbeiten kann. Daher wurde die Zusammenarbeit mit Spagyros aufgebaut.»

Natürlich hat die Galenica AG auch die Zahlen im Auge: «Es geht darum, den Kundinnen und Kunden ein komplettes Sortiment anzubieten, da gehört die Komplimentärmedizin auch dazu», sagt Szuran.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    Für Spagyrika, die heutzutage von pharmazeutischen Unternehmen vermarktet werden, konnte bisher weder eine über die Placebowirkung hinausgehende Wirksamkeit noch ein plausibler Wirkmechanismus nachgewiesen werden.[2] zitat Wikki...
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    1. Antwort von Martin Hess (MH)
      Gilt auch für Homöopathie, Bachblüten etc.
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  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    Mehr Umsatz gesucht... Das ist Der Grund, Phytotherapie, also Behandlung mit Pflanzenextrakten oder -Teilen OK das ist bekannt und es wirkt, wenn auch die Dosis nie genau ermittelt werden kann, (siehe Canabis bei Schmerzen zB) Homoeopathie hingegen ist nichts als verduennte Wirkstoffe in Wasser, das geschuettelt wird, manchmal koennen nicht mal Molekuele der sogenannte Wirkstoffe nachgewiesen werden. Keine einzige Studie (kontrolliert,doppelblind) hat je mehr Wirkbeweis erbracht als Placebo!
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    1. Antwort von Walter Stüdeli (Walter Stüdeli)
      Die Gegner haben von Trump gelernt, dass die Wiederholung von Fake News Wirkung zeigt. Dennoch bleibts falsch: personalisierte Medizin kann mit Doppelblind-Studien nicht geeignet dargestellt werden. Trotzdem gibt es Doppelbkind-Studie/n, die Wirkung der Homöopathie nachweisen, z.B. bei ADHS. Leider fehlt den Gegnern der Wille, sich mit der Materie auseinander zu setzten. Das ist ihr Recht. Aufgabe der Medizin ist bestmögliche Behandlung zu vertretbarem Preis. Ideologien sind da Fehl am Platz.
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    2. Antwort von Franz NANNI (igwena ndlovu)
      Herr Stuedeli, ich habe mich fast 2 Dekaden mit Studien herumgeschlagen.. Ich kenne Doppelblindstudien, die mit jeweils 5 Patienten durchgefuehrt wurden und Solche mit Tausenden.. Einzelne Studien haben zuweilen gute Resultate gezeigt, spaeter waren zugelassene Produkte zurueckgezogen wegen toxisch.... wie es ist, bei kleinen Studien hat man ein riesiges Zufallspotential im Vergleich mit Placebo. und ich bin mir sicher, Ihre genante Studie wurde gegen Placebo gemacht..
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    3. Antwort von Franz NANNI (igwena ndlovu)
      Herr Stuedeli 2 ADHs eine mentale Krankheit mit diversen Symptomen ! Spricht uA auch auf Placebo gut an... nicht nur auf Ritalin... und deshalb auch auf Homoeopatie.
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  • Kommentar von Samuel Egger (S.Egger)
    Ausgezeichnet! Für uns kommen nur Spagyrik, Wickel und Co infrage. Eine Zusammenarbeit mit den Apothekern kann nur eine win win Situation bedeuten.
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