Freiburger Altstadt Den Beizen fehlen die Gäste

Dem Gastgewerbe in der Freiburger Altstadt geht es schlecht. Gleich drei Beizen haben in den letzten Monaten aufgegeben.

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Beizensterben in Freiburg

3:58 min, aus Schweiz aktuell vom 29.6.2017

In der Freiburger Unterstadt geht das Beizensterben um. Die Brasserie de l’Epée, die Auberge de la Cigogne sowie das Restaurant des Trois Rois haben ihre Pforten dichtgemacht. «Wir verdienen hier einfach zu wenig zum Überleben», erklärt Christoph Dousse, bis vor kurzem Wirt in der Brasserie de l’Epée gegenüber Schweiz aktuell.

«  Die Altstadt droht zur Schlafstadt zu werden. »

Muriel Hauser
Präsidentin Gastro Freiburg

Mit Hindernissen und der baulichen Verengung einzelner Gassen versucht die Stadt Freiburg, den motorisierten Pendlerverkehr aus der Unterstadt fernzuhalten. Mit der Eröffnung der Poyabrücke und der damit einhergehenden Schliessung der Zähringerbrücke für den motorisierten Privatverkehr war diese Massnahme aus Sicht der Stadtbehörden notwendig. «Den Pendlerverkehr wollen wir in der Unterstadt einfach nicht. Der bringt den Wirten auch nicht den nötigen Umsatz», sagt dazu der zuständige Freiburger Gemeinderat Pierre-Olivier Nobs.

Doch die Wirte machen die Erfahrung, dass vor allem um die Mittagszeit weniger Gäste den Weg in die Freiburger Unterstadt finden. «Die Altstadt droht zur Schlafstadt zu werden», beklagt sich Muriel Hauser, die Präsidentin des Freiburger Wirteverbandes Gastro Freiburg.

(Schweiz aktuell, 29.6.2017, 19:00)