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Thomas Plattner über psychische Probleme im Kanton Freiburg und die Massnahmen
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Depressionen bekämpfen Millionen für die psychische Gesundheit im Kanton Freiburg

Überdurchschnittlich viele junge Freiburgerinnen und Freiburger sind depressiv. Nun reagiert die Gesundheitsdirektion.

Der Kanton Freiburg gibt sich ein «Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit». Es enthält 28 Massnahmen und wird für die kommenden drei Jahre mit insgesamt über zwei Millionen Franken unterstützt.

Für Massnahmen bei Kindern und Jugendlichen sind jährlich rund 560'000 Franken vorgesehen, für Seniorinnen und Senioren 160'000 Franken. Junge Leute leiden im Kanton Freiburg häufig an Depressionen: Fast neun Prozent – gut dreimal mehr als im schweizerischen Durchschnitt.

Mehr Depressionen im Kanton Freiburg

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Im Kanton Freiburg leiden 8,5 Prozent der Jungen zwischen 15 und 34 Jahren unter mittelschweren oder schweren depressiven Symptomen. Dieser Anteil ist deutlich höher als jener der Gesamtschweiz für die gleiche Altersklasse, der bei 2,5 Prozent liegt. (Quelle: Dritter Gesundheitsbericht für den Kanton Freiburg. Ergebnisse aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2012.)

Eine Erklärung für die höheren Zahlen bei depressiven Symptomen hat die kantonale Gesundheitsdirektion nicht.

Zu den 28 Massnahmen gehören laut einer Mitteilung des Kantons Freiburg

  • Leistungen für Kinder, die Opfer von Gewalt in der elterlichen Paarbeziehung sind
  • die Trauerbegleitung von Kindern und Familien
  • die aufsuchende Jugendarbeit (Gassenarbeit)
  • ein Wohnprojekt für das Zusammenleben von Jung und Alt
  • die Unterstützung für Eltern bei einer Trennung
  • ein Beobachtungssystem für verletzliche Seniorinnen und Senioren
  • Weiterbildungen für Fachpersonen

«Psychische Erkrankungen verursachen viel Leiden und hohe Kosten», sagt Thomas Plattner, Chef des kantonalen Gesundheitsamts. Der Kanton wolle die Bevölkerung für diese Probleme sensibilisieren. Bei anderen Massnahmen gehe es darum, die verschiedenen Akteure zu vernetzen. «Wir versuchen, sie hinter eine gemeinsame Strategie zu bringen.»

Weiter soll die Gesundheit der Bevölkerung gefördert, respektive erhalten werden. «So versuchen wir auch, die Kosten in den Griff zu bekommen, welche durch psychische Erkrankungen verursacht werden.»

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Es gibt eine Forschungszweig der wirkliche Lösungen gegen Depressionen anbietet, nicht seelische Pflästeribehandlug, das ist die Resilienzforschung. Die gesunde Selbsterhaltung und manchmal Selbstbehauptung. Was sind die Gesetze die Menschen trotz vielen Schicksaalschlägen doch seelisch stark bleiben lassen? Das Aufbauende wird viel zu wenig gelehrt.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    We wäre es, anstatt weiter teure, unsinnige "Übelbekämpfung" mittels weiterer pharmazeutischer Produkte zu machen, sich endlich um die "Verursachungs-Behebung-Verbesserung" zu kümmern im gesamten "Gesundheits-Wesen"?? Das wäre nämlich der klare Volks-Auftrag an die Zuständigen von: BAG - Gesundheits-Direktoren - Parlament - BUndesrat....!
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