FC Sion verliert Cupfinal Der FC Sion braucht mehr Walliser, sagen die Fans

Der FC Sion ging beim Cupfinal gegen Meister Basel mit 0 zu 3 unter. Der Mythos der Unbesiegbarkeit der Walliser ist gebrochen. Die Fans tragen die erste Niederlage nach 13 Siegen mit Fassung. Und wünschen sich mehr Einheimische in der Mannschaft.

Brigitte Pfammatter, FC Sion-Fan. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Fan bleibt Fan: Brigitte Pfammatter lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Christian Strübin/SRF

«Man hat's ja kommen sehen. So kann man keinen Cupfinal gewinnen» brummt der Mann mit Stumpen auf der Rampe des Autoverlades in Goppenstein. «Hat halt auch zuwenig Walliser dabei».

«  Man kann ja nicht immer gewinnen »

Brigitte Pfammatter
FC Sion-Fan seit 50 Jahren

Aber Brigitte Pfammatter im Kiosk beim Autoverlad, ein treuer FC Sion-Fan seit 50 Jahren, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. «Immer kann man ja nicht gewinnen. Deswegen geht die Welt nicht unter.» Eine Kundin bestätigt: «Viel wichtiger war es, den Cupfinal Nummer 13 nicht zu verlieren». Im Walliser Kantonswappen stehen 13 Sterne. Eine magische Zahl. «Das soll uns zuerst einer nachmachen».

Im Restaurant Schmiedstube in Gampel, wo bei solchen Gelegenheiten wie ein Cupfinal immer viel Publikum zuschaut, war man schon enttäuscht, gibt Patron Leander Prumatt zu. Wer hat denn versagt, der Zauber der Unbesiegbarkeit oder die Mannschaft? «Klar die Mannschaft!» kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen. «Irgendwie hat's dieses Mal nicht geklappt, da klemmt irgend etwas» sinniert seine Frau Hanny. Und auch sie sagt: «Zuwenig Walliser. Und zu wenig Herzblut».

Der Zauber ist gebrochen

Der Funken von Mannschaft auf Publikum und umgekehrt sei nicht gesprungen, sagt Norbert Eder. Er ist der wohl bekannteste Oberwalliser Sportjournalist und kennt die Sittener Cupgeschichte von A bis Z. «Mir hat das Feuer etwas gefehlt».

Norbert Eder, Oberwalliser Sportjournalist. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Zauber der Unbesiegbarkeit ist gebrochen: Norbert Eder, Oberwalliser Sportjournalist. Christian Strübin/SRF

Kann es daran liegen, dass der FC Sion zu wenig Walliser in seiner Mannschaft hat, so wie es die Leute sagen?

«Früher hatte es ja nicht wesentlich mehr Walliser im Team und der FC Sitten hat trotzdem gewonnen», erwidert der Experte. Aber vielleicht habe es tatsächlich ein paar Spieler zuviel, die den Cup-Mythos nicht ganz begriffen hätten, sinniert er. So habe die Mannschaft nicht alles gegeben, was es für den Cupsieg braucht.

Und jetzt nützt auch ein Sieg im nächsten Jahr oder später nichts mehr. «Der Zauber der Unbesiegbarkeit ist gebrochen. Der Mythos ist mit dieser Niederlage gestorben.»