Der Freiburger Staatsrat will besser zusammenarbeiten

Die Mitglieder der Freiburger Kantonsregierung haben am Dienstag über ihre Rollen diskutiert. Ausschlag gab eine Äusserung von Staatsrat Erwin Jutzet an der SP-Parteiversammlung vergangene Woche.

Die Freiburger Regierungsmitglieder stehen nebeneinander und lächeln. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Freiburger Regierung will nach einer Aussprache wieder besser zusammenarbeiten. Keystone

Linke Mitglieder im Freiburger Staatsrat hätten zunehmend Mühe, ihre Geschäfte durchzubringen, hatte Erwin Jutzet an einer SP-Parteiversammlung gesagt. Soziale Anliegen rückten in den Hintergrund. Diese Aussage wurde vereinzelt als Angriff auf das Kollegialitätsprinzip aufgefasst. Und so lud Staatsratspräsident Beat Vonlanthen die Regierung zu einer Aussprache ein.

Parlament und Regierung sind in Freiburg bürgerlich dominiert. Kommt hinzu: Beim aktuellen Sparprogramm wird das Messer grösstenteils beim Personal und bei der Bildung angesetzt. Linke Staatsratsmitglieder bekunden Mühe, diese Entscheide mitzutragen.

Eine Regierung muss als Mannschaft funktionieren. Gleichzeitig stehen unterschiedliche Ansichten im Raum. Und jedes Mitglied der Regierung ist Einzelkämpfer im eigenen Departement. Für Spannungen und Frust ist somit gesorgt.

Mehr reden miteinander

Die Kantonsregierung wolle künftig den politischen Empfindlichkeiten mehr Rechnung tragen, betonte Staatsratspräsident Beat Vonlanthen nach der Sitzung vom Dienstag. Interne Diskussionen sollen mehr Platz erhalten. Die Absicht des Staatsrates sei es, den Kanton Freiburg kollegial zu führen.