Wölfe im Kanton Freiburg Der Herdenschutz hatte im Alpsommer Pech

Weil ein Herdenschutzhund auf einer Freiburger Alp starb, konnte der Wolf 31 Schafe reissen. Das sind doppelt so viele, wie im Vorjahr. Trotzdem zieht der Kanton Freiburg ein positives Fazit nach dem Alpsommer 2016.

Zwei Wölfe in der Nacht. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Erwischt in der Region Schwarzsee: ein weiblicher und ein männlicher Wolf. zvg/Staatskanzlei Freiburg

Die Ausnahme bildet eine Alp, auf der der Herdenschutzhund während der Saison starb. Hier konnte der Wolf 31 Schafe reissen. Wie die Staatskanzlei des Kantons Freiburg schreibt, wurde bei den Herden, die von Hunden geschützt waren, keine Schäden festgestellt.

16 Hunde im Einsatz

2016 waren auf 7 der 31 Alpen der Region, in der sich Wölfe aufhalten, 16 Herdenschutzhunde im Einsatz. Die Verwendung dieser Hunde bedeute für die Hirten zwar einen Mehraufwand, schreibt die Staatskanzlei, doch sie ermöglichten es, die Verluste durch den Wolf deutlich zu reduzieren.

NETZ NATUR «Die vielen Wölfe der Schweiz» (Schweizerdeutsch)

50 min, aus NETZ NATUR vom 15.12.2016

Zwei Wölfe konnten im Kanton Freiburg bisher identifiziert werden. Es handelt sich um die Wölfin F13 und den Wolf M64. Sie wurden Ende November zum ersten Mal in der Region Schwarzsee zusammen fotografiert.

Sind sie ein Paar?

Wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist, können die beiden Tiere noch nicht als Paar betrachtet werden. Vorher müssen sie mindestens zwölf Monate zusammenbleiben und gemeinsam jagen und wandern.