Saisonkarte für 222 Franken Der Preiskampf in Saas-Fee hat sich gelohnt

Das Saison-Abonnement zum Dumpingpreis: Die Skiregion Saas-Fee hat mit dieser Idee den Walliser Tourismus durchgeschüttelt. Andere Skigebiete kritisierten die tiefen Preise. Doch der Erfolg der Aktion scheint Saas-Fee Recht zu geben.

Werbeplakat für Wintersport, Skifahrer wird von Boxhandschuh geschlagen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hängt an jeder Strassenlampe im Saastal: Werbung für ein billiges Saison-Abo. Priska Dellberg/SRF

Profitiert haben nicht nur die Bergbahnen, die 46 Prozent mehr Skier Days (Ersteintritte ins Skigebiet) verzeichneten und ihren Umsatz um rund 20 Prozent steigern konnten.

Auch Restaurants, Hotels und die Geschäfte im Dorf hätten viel profitiert, sagt der Tourismusdirektor Pascal Schär. Die Aktion soll im nächsten Jahr wiederholt werden. Diesmal ist im günstigen Preis sogar noch ein zusätzliches Skigebiet enthalten: Das von Saas-Grund. Damit sind die ehemals grössten Kritiker bereit, am gleichen Strick zu ziehen.

Skepsis bleibt

Auch die neue Aktion wird nur zustande kommen, wenn genügend Karten verkauft werden. Die Bahnen haben sich zum Ziel gesetzt, bis am 22. April 77'000 Saisonkarten zu verkaufen. Bisher ist nur die Hälfte abgesetzt worden. Kommt der Deal nicht noch einmal zustande, wird es schwierig. Das Saastal braucht weitere Erfolge: Ein guter Winter reicht nicht aus, damit sich die Tourismusdestination erholt. Vor dieser Saison ging es neun Jahre lang abwärts.

Die Zahl der Touristenankünfte in Saas Fee ist um über 17 Prozent gestiegen (siehe Tabelle). Auch bei den Logiernächten gab es ein Plus, allerdings lediglich um acht Prozent. Das bedeutet, dass viele der neuen Touristen für kurze Aufenthalte mit wenigen oder keinen Übernachtungen nach Saas Fee kamen.

Die Touristenzahlen konkret


Saison 2015/16
Saison 2016/17
Veränderung
Feriengäste total
60'88371'501+17.4 %
Logiernächte total
209'545227'993+ 8.0 %



Quelle: Saastal Marketing