Der Seeländer Musiker Henä startet durch

Heinrich Müller alias Henä hat diesen Frühling sein erstes Soloalbum veröffentlicht und ist damit direkt auf Platz 8 der Schweizer Album-Charts eingestiegen. Geschichten aus dem Alltag und einfache Melodien sind sein Rezept. Als Kopie von Gölä sieht er sich aber nicht.

Ein Mann vor einer Felsfluh. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Henä erzählt mit seinen Liedern Alltagsgeschichten. zvg

Henä sucht bei seinen Texten nicht weit. Er singt über sein Leben, über seinen Alltag: «I bi ungerwägs i ne neui Wuche / zWuchenänd scho widr Gschicht / mi Terminkaländer isch übervou / u '36 im erschte Stou.» Henä, als Heinrich Müller im Seeland geboren, ist Mitte 40, wohnt in Busswil bei Büren, ist dreifacher Familienvater und Geschäftsführer eines KMU's mit einer Handvoll Angestellten.

Musik gehört schon lange zu seinem Leben. Als Gründer und Leadsänger der Seeländer Band «Trottoir» stand er in der Region bereits oft auf der Bühne.

Die Band machte sich insbesondere vor drei Jahren am Eidgenössischen Turnfest in Biel einen Namen, indem sie das alte Turnerlied neu einspielte. Dieses gilt seither als offizielle Hymne der Schweizer Turner. Erst mit seinem Soloalbum «Mängisch» hat Henä nun aber auch national Erfolg.

Das Album stieg direkt auf Platz 8 der Schweizer Album-Charts ein, seit Frühling laufen seine Lieder bei zahlreichen Radiostationen.

«  Henä könnte in die grossen Fussstapfen von Gölä treten. »

Dano Tamásy
SRF-Musikredaktor

Seine Musik treffe den Nerv von vielen Hörerinnen und Hörern, meint SRF1-Musikredaktor Dano Tamásy. «Henä macht Schweizer Mundart-Pop mit leichtem Hang zur Kleinkunst. Das heisst, der Gesang ist vielmehr Sprechgesang und nicht jeder Ton sitzt. Genau das macht Henä aber so authentisch und greifbar.» Der Musikexperte kann sich durchaus vorstellen, dass Henä einmal in die grossen Fussstapfen eines Gölä oder eines Trauffer tritt.

«  Ich bin nicht Gölä, nicht Kuno, einfach der Henä. »

Heinrich Müller alias Henä
Musiker

Henä selbst lässt sich gerne vergleichen mit den Grossen der Berner Mundartszene. Trotzdem habe er seinen persönlichen Stil. «Klar kann ich eine Harmonie C-D-G nicht neu erfinden. Aber die Geschichten, die ich erzähle, sind auf jeden Fall meine eigenen. Ich bin nicht Gölä, ich bin nicht Kuno, ich bin einfach der Henä.»

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