Der Sense-Worb spiegelt die Vielfalt der Schweizer Landschaft

Der «Worb», der Holzstiel gibt der Sense ihren Charakter. Der Berner mäht mit dem «Berner Halbkrummen». Der Toggenburger mit seiner kurzen Sense und nie nimmt ein Innerrhödler einen ausserrhödler Worb in die Hand. Die Schweiz kennt 30 verschiedene Wörbe. Ein Spiegel der landschaftlichen Vielfalt.

Worbmacherei Strub - ein Viermann-Betrieb. Rechts: Martin Strub. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Worbmacherei Strub - ein Viermann-Betrieb. Rechts: Martin Strub. SRF

Ob Luzerner, Bündner, Tessiner, Toggenburger oder Appenzeller, Zürcher Oberländer oder Berner halbkrumme - die Sense-Wörbe geben der Sense ihren Charakter und spiegeln die Vielfalt der Landschaft wieder. Ein Worb ist den flachen oder steilen Gegebenheiten des Geländes angepasst. Er ist gerade oder krumm, halbkrumm oder schräg.

In der Worbmacherei Strub in Huttwil.

Der letzte grosse Worbmacher

Martin Strub stellt in seiner Werkstatt in Huttwil jedes Jahr gegen 7000 Sense-Wörbe her. «Es ist eine Arbeit, die wir vor allem im Winter tun», sagt Martin Strub gegenüber Radio SRF. Das war schon früher so, als die Bauern in der kalten Jahreszeit ihr Werkzeug reparierten oder neu anfertigten.

Ausser in Huttwil werden in der Schweiz kaum noch Sense-Wörbe hergestellt. «Im appenzellischen gibt es noch zwei, die das tun», sagt Martin Strub. Einer stelle den Innerrhödler-Worb, der andere den Ausserrhödler-Worb her.

In 55 Arbeitsschritten wird aus einerm Holzbrett ein fein geschwungener Worb. Früher wurde die Sense-Stiele von Hand geschnitzt. Martin Strub kann für gewisse Arbeiten spezielle Maschinen einsetzen. Vieles ist aber Handarbeit geblieben.

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