Der Tierpark Dählhölzli wird 80

Seit 1937 kann man in Berner Tierpark Dählhölzli Wildtiere aus nächster Nähe beobachten. Ein Buch zeigt, wie sich die Philosophie des Tierparks im Laufe der Jahre verändert hat.

Zu sehen ist Sebastian Bentz, Autor des Tierpark-Buches. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sebastian Bentz hat sich mit der 80-jährigen Geschichte des Tierparks Dählhölzli befasst. Leonie Marti/SRF

Der allerste Tierpark von Bern war in der Engehalde, unterhalb des Bierhübelis. «Bisons, Damhirsche und Rehe gab es dort», sagt Sebastian Bentz. Er hat das Buch zum 80-jährigen Bestehen des Tierparks Dählhölzli verfasst.

Zusatzinhalt überspringen

Zum Autor

Sebastian Bentz ist in Bern geboren. Der Jurist war von 1978 bis 2000 war er Regierungsstatthalter des Amtsbezirk Bern. Er interessiert sich seit vielen Jahren für Zoobiologie und Tierpsychologie.

Der Standort passte aber nicht. Die Stadt machte sich auf die Suche nach einem neuen Platz und verhandelte dabei mit der Burgergemeinde Bern. Nach langem Hin und Her stimmte die Burgergemeinde in den 30er Jahren zu, einen Teil des Dählhölzli-Waldes abzutreten.

Am 5. Juni 1937 öffnete der Tierpark Dählhölzli seine Tore. Gleichzeitig übernahm der Tierpark auch die Leitung des Bärengrabens. «Man wollte im Park vor allem einheimische oder hier ausgestorbene Tiere zeigen», so Bentz.

Mehr Platz für weniger Tiere

In den 90er Jahren holte der Berner Tierpark neue, fremde Tiere nach Bern. So gab es zeitweise Känguru in Bern. Mittlerweile setzt der Park wieder weniger auf ganz exotische Tierarten.

Auch in einem weiteren Punkt hat sich der Berner Tierpark gewandelt. Unter dem jetzigen Direktor Bernd Schildger setzt das Dählhölzli auf das Leitbild ‹Mehr Platz für weniger Tiere›. Die Gehege sind grösser, die Tiere haben mehr Raum. Deshalb muss man heute schon fast froh sein, wenn man gewisse Tiere überhaupt zu Gesicht bekommt.