Menschen mit Behinderung Deutlich mehr junge IV-Rentner im Wallis

Die Zahl der IV-Rentner zwischen 18 und 30 Jahren ist im Wallis zwischen 2008 und 2015 um 34 Prozent angestiegen.

Mann in einem Rollstuhl. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Zahl der jungen IV-Bezüger ist massiv gestiegen. Keystone

Im Kanton Wallis braucht es bis im Jahr 2020 mindestens 44 neue Beherbergungsplätze für Menschen mit einer Behinderung oder mit sozialen Problemen und für Suchtabhängige. Dies steht in der neuen Bedarfsplanung für diese Bereiche. Diese Planung hat Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten am Montag präsentiert. Im schlimmsten Fall braucht es sogar 89 zusätzliche Plätze.

«  Der Leistungsdruck fängt schon in der Schule an. »

Esther Waeber-Kalbermatten
Walliser Staatsrätin

Heute stehen im Kanton Wallis bereits 998 Plätze zur Verfügung. Die Auslastung liegt bei rund 95 Prozent. Zwischen 2008 und 2015 ist die Zahl der IV-Vollrenten um 432 Bezüger angestiegen. Insbesondere bei Personen mit einer psychischen Behinderung.

Ein Drittel mehr junge IV-Rentner

Besorginserregend ist die Entwicklung bei den jungen Erwachsenen zwischen 18 – 30 Jahren. Dort hat die Anzahl der IV-Bezüger um einen Drittel zugenommen. Im Bereich psychischer Behinderung hat die Zahl der IV-Bezüger im Zeitraum von 2008 bis 2015 sogar um 60 Prozent angestiegen.

Für Esther Waeber-Kalbermatten liegt der Hauptgrund für die Zunahme der Menschen mit einer psychischen Behinderung im Leistungsdruck, der bereits in der Schule anfängt. Es brauche daher mehr Integrationsplätze für Menschen mit einer psychischen Krankheit.