Die Agglomeration Freiburg benötigt frischen Wind

Mit Düdingen droht die einzige deutschsprachige Gemeinde mit dem Austritt aus der Agglomeration Freiburg. Die Sprachenfrage sei nebensächlich, fanden Politiker an einem Podiumsgespräch der Deutschfreiburgischen Arbeitsgemeinschaft.

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Bildlegende: Die Agglomeration Freiburg muss grösser gedacht werden, so der Tenor des Podiums. SRF

Die Agglomeration Freiburg ist ein politisches Konstrukt von zehn Gemeinden rund um die Stadt Freiburg. Die Agglo sollte eigentlich das Kantonszentrum stärken gegenüber den Polen Lausanne und Bern. Doch die Agglo wird in Frage gestellt. Eine Weiterentwicklung scheint schwierig.

«Erst muss die Frage der Gemeindefusion im Kantonszentrum geklärt sein», findet Urs Schwaller. Der Ständerat war früher als Staatsrat an der Entstehung der Agglo beteiligt. Von der Idee ist er noch immer überzeugt: «Freiburg braucht ein starkes, zweisprachiges Kantonszentrum.»

Die Agglo Freiburg sei zu klein, findet Staatsrätin Marie Garnier. «Wir müssen Lösungen finden, um den Perimeter zu vergrössern.» Das Agglogesetz sei zu stur. Es regle bloss fünf Bereiche der Zusammenarbeit, darunter Bereiche wie Verkehr und Raumplanung. «Das Agglogesetz ist nicht flexibel genug», sagt die Staatsrätin. Ihr schwebt eine Agglo vor, bestehend aus einem inneren und einem äusseren Kreis von Gemeinden. Beide Kreise würden unterschiedliche Bereiche abdecken.