Die beiden Gesichter der bernischen SVP

Die SVP hat auf Kosten der BDP im Kantonsparlament Wähleranteile gewonnen. Innerhalb der SVP wird aber unterschiedlich politisiert - traditionell oder liberal.

Links schaut Hans Jörg Rüegsegger in die Kamera, rechts Raphael Lanz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hans Jörg Rüegsegger (links) politisiert traditionell, Raphael Lanz liberal. zvg

Die Wähleranteile, die die BDP verloren hat, gingen an die GLP und an die SVP - also gegen links und gegen rechts. So einfach ist es aber nicht, denn innerhalb der SVP wird sehr unterschiedlich politisiert.

Raphael Lanz, Stadtpräsident von Thun, wurde neu ins Kantonsparlament gewählt. Er ist Jurist, vertritt den liberalen Flügel der SVP. Als Exekutivpolitiker habe er gelernt, dass nur Kompromisse zum Erfolg führten.

Zusatzinhalt überspringen

Bern hat gewählt

Bern hat gewählt

Alle Resultate sowie Hintergründe finden Sie in unserer Online-Rubrik Wahlen Bern.

«Politisiert wird immer aus der Mitte, das ist klar», sagt Lanz. Auch Hans Jörg Rüegsegger setzt auf eine lösungsorientierte Politik.

Der Präsident des bernischen Bauernverbandes LOBAG wurde ebenfalls neu in den Grossrat gewählt. Er vertritt aber klar den traditionellen Flügel der SVP. Für Hans Jörg Rüegsegger ist es kein Problem, im Grossrat einheitlich aufzutreten. «Ich trage aber nicht den Parteihut und vertrete nicht einfach regionalpolitische Interessen, sondern bin meinem öffentlichen Amt verpflichtet.»

Sendung zu diesem Artikel

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Wahlschlappe für die BDP

    Aus Tagesschau vom 31.3.2014

    Bei den kantonalen Wahlen in Bern setzte es eine herbe Schlappe für die BDP ab. Die Partei verlor beinahe die Hälfte ihrer 25 Sitze. Dies ist ein schlechtes Omen, besonders im Hinblick auf die nationalen Wahlen vom nächsten Jahr.