«Die Beziehung ist eine Vernunftehe»

Ethnologe Thomas Antonietti sagt, das Wallis wäre vor 200 Jahren nicht im Stande gewesen, den Alleingang zu wagen. Daher gab es keinen anderen Weg, als sich der Eidgenossenschaft anzuschliessen.

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Bildlegende: Thomas Antonietti, Ethnologe und Mitarbeiter der Kantonsmuseen. Priska Dellberg/SRF

Seit 200 Jahren ist der Kanton Wallis Teil der Eidgenossenschaft. Der Vertrag mit der Eidgenossenschaft kam 1815 unter dem Druck der europäischen Grossmächte zustande. «Das Wallis war damals für einen Alleingang nicht vorbereitet», sagt Thomas Antonietti, Ethnologe und Mitarbeiter der Kantonsmuseen.

Das Zusammenkommen vom Wallis mit der Eidgenossenschaft sei zwar keine Zwangsehe - aber auch keine Liebesheirat. «Es ist eine Vernunftehe.»

In den letzten Jahren gab es immer wieder politische Verstimmungen zwischen dem Alpenkanton und dem Rest der Schweiz. Hochgespielt teils aus politischem Kalkül, sagt Thomas Antonietti.