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Bern Freiburg Wallis Die etwas andere Geschichte der Stadt Thun

Zum 750-Jahr-Jubiläum des Thuner Stadtrechts haben die Schloss-Spiele Thun ein eigenes Stück für die Feierlichkeiten realisiert. Das Stationentheater «Wir sind so frei» hat mit historischer Korrektheit aber nicht viel am Hut.

Gräfin Lisi von Kyburg sitzt auf Schloss Thun und langweilt sich. Bis sie eines Tages beschliesst, Thun zu verlassen und in die Karibik zu ziehen. Die verdutzten Thuner entlässt sie in die Freiheit, womit das Chaos seinen Lauf nimmt. Was ist Freiheit? Wie geht man damit um? Und wem gehört sie?

Eine vertrackte Geschichte, aufgeteilt in mehrere kurze Sequenzen, die an immer wieder anderen Orten spielen: «Wir sind so frei» ist ein Mundart-Stationentheater, welches vom Schlossberg in die Altstadt und schliesslich via Tankstelle in eine Bar führt.

«Man muss sich lustig machen»

Sich in einem Theaterstück über die Thuner und ihre Geschichte lustig machen - darf man das? Ja, findet Annemarie Voss, Präsidenten der Thuner Schlossspiele: «Es wurde sehr viel Ernsthaftes und historisch Korrektes geboten zum Jubiläum, da wollten wir ein Gegengewicht bringen.» Man muss sich sogar ein bisschen lustig machen, findet Autor Matto Kämpf: «Sonst wird alles etwas zu süss, zu viel schönes Thun, da wird einem ja schlecht.»

«Etwas ganz anderes daraus machen»

«Wir haben uns von den Stimmungen an den einzelnen Orten inspirieren lassen», sagt Regisseur Luzius Engel. «Zum Beispiel die Szene, in der bekiffte Jugendliche sich wie Deppen anstellen, und um die Ecke im Schloss kiffen tatsächlich ein paar Jugendliche.»

Dem Publikum gefällt diese etwas andere Art von Theater: «Es darf ruhig mal ein bisschen lustig sein», so ein Besucher. Eine Besucherin ergänzt: «Ich finde es faszinierend, wie man ein vorgegebenes Thema nehmen und etwas ganz anderes daraus machen kann.»

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 6:32 Uhr)

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