Die Grüngutabfuhr in Bern ist ein Renner

Die Stadt Bern hat Anfang Jahr ein neues Abfallregime eingeführt. Obwohl die Grüngutabfuhr nicht gratis ist, macht die Bevölkerung fleissig mit.

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Bildlegende: In solchen angemeldeten Grüncontainern können Speisereste oder Gartenabfälle entsorgt werden. Thomas Pressmann/SRF

Ob Bananenschalen, verschimmelter Blumenkohl, Laub oder gar verdorbene Speisen: Seit Anfang Jahr können Bernerinnen und Berner alle organischen Abfälle in einen Grüncontainer werfen. Das sei im Sinne des Umweltschutzes, priesen die Stadtbehörden die neue Sammlung an. Aus dem Grünabfall wird Bio-Gas und Dünger gewonnen.

Wer sein Grüngut entsorgen will, muss jedoch neu zahlen. Für den kleinsten Container muss man 54 Franken berappen - pro Jahr. Doch die Bevölkerung stört das offenbar nicht. «Wir wurden von den vielen Anmeldungen überrascht», sagt Walter Matter, Leiter Entsorgung und Recycling der Stadt Bern. «Noch heute kommen täglich Container-Anmeldungen rein, bis zu 20 pro Tag.»

Jeder einzelne Container musste erfasst und beschriftet werden. Wegen der vielen Anmeldungen musste die Stadt zusätzliches Personal aufbieten. «Zu Mehrkosten kommt es aber nicht», verspricht Matter.

Die Sammlung funktioniert. «Die Leute werfen nur das rein, was reingehört», freut er sich. Gesammelt wird aus Gründen des Umweltschutzes. Nebst der Energie- und Düngergewinnung lässt sich der Anteil des brennbaren Abfalls um zehn Prozent verringern. Wie ist da die Bilanz? «Es ist noch zu früh um Aussagen zu mache», meint der Leiter Entsorgung und Recycling der Stadt Bern. «Die Erfahrungen anderer Regionen und Städte zeigt, dass es sich lohnt.»