Die NLB ist für die Berner Hockeyclubs keine Sackgasse

Die SCL Tigers mussten erfahren, was es heisst, nach der NLA in der NLB zu spielen. Statt die Liga zu dominieren, resultiert nach zehn Spielen ein Platz im Mittelfeld. Langenthal, der zweite NLB-Verein im Kanton Bern, fühlt sich im Gegensatz zu den Langnauern in der unteren Liga wohl.

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Bildlegende: Der eine möchte wieder in die NLA, dem anderen ist es wohl in der NLB: Wolfgang Schickli (links) und Gian Kämpf. Keystone/SRF

Die SCL Tigers aus Langnau haben sich den Saisonstart in die Nationalliga B anders vorgestellt. Der Absteiger aus der höchsten Stärkeklasse im Schweizer Eishockey wollte vorne in der Tabelle mitmischen und möglichst schnell wieder den Aufstieg schaffen.

Nach zehn Spielen ist jedoch klar: Von einer dominierenden Rolle in der NLB sind die Emmentaler noch weit entfernt. Zurzeit belegt das Team mit 15 Punkten lediglich Platz fünf. «Wir mussten uns erst an die neue Liga gewöhnen», sagt der Geschäftsführer der SCL Tigers, Wolfgang Schickli. In der NLB werde weniger technisch, sondern mehr Körper betont gespielt. Die Langnauer haben reagiert und am Dienstag Trainer Tomas Tamfal durch Bengt-Åke Gustafsson ersetzt.

Langenthal: «Lieber in der NLB vorne mitspielen»

Im Gegensatz zu den SCL Tigers hat sich der SC Langenthal in der NLB etabliert. «Wir fühlen uns hier wohl», sagt SCL-Geschäftsführer Gian Kämpf. Vor zwei Jahren spielten die Oberaargauer sogar um den Aufstieg von der NLB in die NLA. Damals standen die Langenthaler vor der Frage: Wäre ein Aufstieg wirtschaftlich sinnvoll? Wäre er nachhaltig oder ein zu riskantes Abenteuer? Den Oberaargauern gelang der Aufstieg nur knapp nicht. Dafür wurden ihre offenen Fragen beantwortet. «Ein Aufstieg wäre finanziell machbar - längerfristig aus wirtschaftlicher Sicht aber wohl kaum sinnvoll», so SCL-Präsident Stephan Anliker. Zudem will Anliker lieber in der NLB von einem Erfolg zum anderen eilen, als in der NLA von den grossen Clubs wie Bern oder Davos an die Bande gespielt zu werden.