Die Stadt Bern vereinfacht den Fussgängerverkehr

Die Stadt Bern will mehr für Fussgängerinnen und Fussgänger tun. Mit über 80 Massnahmen will sie auf eine Verbesserung des Fusswegnetzes hinwirken – und zählt die Fussgänger.

Ein Jahr lang werden drei Sensoren getestet, bevor an diesen und allenfalls weiteren Standorten automatische Dauerzählstellen eingerichtet werden.

Die schachtelförmigen Geräte werden an der Mittelstrasse, der Kornhausbrücke sowie im Sandrainquartier beim Gasbahntrassee installiert, wie aus einer Mitteilung der Berner Stadtregierung hervorgeht. Dank einer speziellen Infrarottechnik können Passantinnen und Passanten bei den Lichtschranken anonym gezählt werden.

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Schlüsselprojekte

Für jeden Stadtteil hat die Stadt Bern mindestens ein Schlüsselprojekt definiert:

  • Fussgängerzone Innenstadt
  • Fuss- und Veloverkehrsverbindung Breitenrain-Längasse
  • Strassenüberquerung am Eigerplatz
  • Sicherheit am Burgerenziel
  • Langsamverkehrsverbindung zwischen Europaplatz und Weyermannshaus
  • Fusswegverbindung Bümpliz Nord

Positive Erfahrungen von anderen Städten

Die Städte Basel und Zürich hätten mit solchen automatischen Dauerzählungen bereits positive Erfahrungen gemacht, schreibt der Gemeinderat. Ausserdem schickt die Stadtregierung den revidierten Richtplan Fussverkehr bis Mitte September in die öffentliche Mitwirkung.

Der gegenwärtige Richtplan datiert aus dem Jahr 1999. Der neue Richtplan verfügt über ein definiertes Fusswegnetz und detaillierte Ziele. Zudem gibt er vor, welche Grundsätze es bei der Planung, dem Bau und dem Unterhalt von Wegen und Strassen zu beachten gilt.

Der Gemeinderat hat 86 Einzelmassnahmen definiert, die Verbesserungen für den Fussverkehr bringen sollen. Für jeden der sechs Berner Stadtteile ist ein Schlüsselprojekt vorgesehen. So ist unter anderem eine Studie geplant, wie die Berner Innenstadt für Fussgängerinnen und Fussgänger attraktiver gestaltet werden kann.