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Digitale Vernetzung In Biel tüfteln Startups an der Industrie der Zukunft

Seit einem halben Jahr ist die Swiss Smart Factory in Biel in Betrieb. Besuch bei einem Startup.

Wenn Thomas Zürcher in Malaysia eine Schulung gibt, surren in der Smart Factory in Ipsach acht kleine violette Apparate. Sie stehen in einem grossen Glasschrank und dienen Studierenden und Mitarbeitern von Firmen als Übungsmodelle für die Programmierung von Produktionsstrassen in Industriebetrieben.

Glasschrank mit elektronischen Arbeitsplätzen in der Swiss Smart Factory
Legende: Andreas Lüthi / SRF

Thomas Zürcher hat mit seinem Startup «MyLiveZone» eine Internetplattform entwickelt, mit der man solche Apparaturen von irgendwo auf der Welt bedienen und programmieren kann.

Studierende und Mitarbeiter von Firmen können von irgendwo auf der Welt auf reale Geräte zugreifen.
Autor: Thomas ZürcherFirmenchef MyLiveZone

Bereits sind rund 30 Anlagetypen von verschiedenen Unternehmen und Bildungsinstitutionen an Zürchers Plattform angeschlossen.

Thomas Zürcher mit Laptop.
Legende: SRF

Über das Portal kann man die Geräte nicht nur programmieren, sondern sie auch sehen und hören. «So merkt man, wie das Gerät reagiert», sagt Thomas Zürcher. «Es ist fast wie wenn man es vor sich auf dem Pult hat.»

Laptop mit Livestream eines Arbeitsplatzes.
Legende: SRF

Im Schrank ist bei jedem Arbeitsplatz eine Kamera mit Mikrofon (rechts im Bild) angebracht, welche die Vorgänge auf dem Arbeitsplatz live überträgt.

Arbeitsplatz mit Kamera.
Legende: SRF

Mit dieser Technologie könnten Hochschulen auf der ganzen Welt Geräte gemeinsam nutzen, sagt Thomas Zürcher. Und Hersteller von Sensoren und Steuerungssystemen könnten ihre Geräte so direkt über seine Plattform im Internet zum Ausprobieren und zur Schulung anbieten.

Die Smart Factory ist ein Netwerk, eine Demonstrationsplattform und ein Forschungslabor.
Autor: Dominic GoreckyLeiter Swiss Smart Factory

Thomas Zürchers Unternehmen «MyLiveZone» ist eines der Startups in der Swiss Smart Factory in Biel. In der Factory sollen unter dem Dach des Switzerland Innovation Park junge Unternehmen die Themen der Digitalisierung und der Industrie 4.0 vorantreiben. «Die Smart Factory ist ein Netwerk, eine Demonstrationsplattform und ein Forschungslabor», sagt Dominic Gorecky, der Leiter der Factory.

Dominic Gorecky, Leiter der Swiss Smart Factory
Legende: SRF

Die Factory wurde letzten Mai ins Leben gerufen und ist vor kurzem in eigene Räumlichkeiten in Ipsach gezogen. Von hier aus soll sie die Möglichkeiten der Digitalisierung unter die Firmen in der Region Biel und darüber hinaus bringen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Fries (more lowtec)
    Sehr angenehm diese Swiss Smart Factory. small is beautiful. Endlich ein Lichtblick für viele KMUs in der Region Biel und in der Schweiz. Diese kleinen Geräte könnte ich mir auch in der meiner Werkstatt vorstellen. Damit kann ich unser Kleinunternehmen auch einbringen in die digitale Welt.
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    und macht den menschen nicht noch mehr überflüssig! macht lean-und slowtech von menschen für menschen. falls ihr noch nichts von fritz schumacher oder david fleming gehört, gelesen habt, dann holt es nach. eth und uni glänzen nicht gerade, wenn's um 'echte' alternative technologien geht. zu gross der schattenwurf der geldgeber. die wollen nicht, vielfalt und eigensinn und -ständigkeit. sie wollen dass man gut dasteht modern,weltoffen aber doch den profit maximiert. eine unzeitgemässe mentalität.
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    smart, ferngesteuert scheint das gebot der stunde zu sein. gut der 'gemeinsame nutzen' gibt dem ein hauch von nachhaltigkeit. startups die schnellen kleinen, achtung aber bei dieser mentalität des remoten. vergesst nicht in indien ist die anzahl digital natives um vieles höher und sie lösen sich vom primat der wissenschaft des westens. also jungs, schaut's doch, dass ihr für hier, vor ort möglichkeiten schafft. wir haben viele, gute bestehende kleine buden, die sollten am leben erhalten bleiben.
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