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Legende: Audio «Es kann sein, dass es Schlupflöcher gibt» abspielen. Laufzeit 07:42 Minuten.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 19.08.2019.
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Drogen in der Klinik Die UPD und das Problem mit den Drogen

Drogen seien in einer psychiatrischen Klinik in Bern leicht zu bekommen: Die UPD nimmt zu diesem Vorwurf Stellung.

Die Vorwürfe sind happig: In der Psychiatrischen Universitätsklinik UPD in Bern, wo auch Patientinnen und Patienten mit Suchtproblemen behandelt werden, seien Drogen allgegenwärtig. Gerade Suchtkranke könnten ohne Kontrolle verbotene Substanzen ins Gebäude bringen oder sich bringen lassen. Dies sagen ehemalige Patienten in einem Bericht der «Berner Zeitung» vom Samstag.

Mehr noch: Vor den Toren der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern würden Drogendealer ihre Waren anbieten. Eine Mitarbeiterin lässt sich zitieren, die UPD sei der beste Drogenumschlagplatz im Kanton Bern.

«Wir sind kein Gefängnis»

Die UPD nimmt heute Stellung zu den Vorwürfen. Sie stellt die Präsenz von Drogen in und um die Institution nicht generell in Abrede. Wie der Chefpsychologe der UPD, Franz Moggi, dem Regionaljournal von Radio SRF sagt, könne man nicht verhindern, dass Drogen reingeschmuggelt oder im Park versteckt würden. «Wir sind kein Gefängnis. Die UPD ist kein Hochsicherheitstrakt.» Man mache alles so gut, wie man könne, sagt Moggi.

«Wir gehen über die Bücher»

Dass es offenbar Schlupflöcher gebe, sei schwer zu verhindern. Aber dem müsse man jetzt nachgehen. Vom Ausmass der im Artikel geschilderten Vorkommnisse sei man bei der UPD jedoch überrascht, sagt Moggi weiter. Die nun entfachte Diskussion erachte man als Anlass, über die Bücher zu gehen, und sich zu fragen, ob man die Kontrollen verbessern müsse. Eines ist UPD-Chefpsychologe Moggi aber wichtig: «Wir wollen kein geschützter Raum sein, mit Stacheldraht rundum.»

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Es kann aber nicht sein, dass der Staat für die Patienten Millionen ausgibt, damit die Patienten von der Sucht loskommen und auf der anderen Seite ungeniert Drogen hinein geschmuggelt werden kann und Dealer offen vor der Klinik Drogen anbieten dürfen. Wer so Drogen nimmt oder noch mit ihnen handelt, sollte seine Sucht selber bezahlen müssen.
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  • Kommentar von Harry Pepelnar  (pepelnar1963)
    Linke Parteien propagieren seit Jahren die vollkommene Liberalisierung von Drogen. Wer aber das Elend von Süchtigen kennt, mit all ihren drastischen Folgen, kann dem nicht zustimmen. Solche Menschen brauchen Hilfe. Gut dass es die UPD gibt. Aber das ist harte Arbeit.
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    1. Antwort von Samuel Brander  (Samuel Brander)
      Damit sie diese Hilfe auch bekommen, und damit genau bestimmt werden kann, dass sie beim Drogenkauf auch korrekt über die Risiken informiert und bei Anzeichen einer Sucht an Beratungsstellen verwiesen werden, wäre eine Legalisierung sinnvoll, solange der Drogenmarkt noch etwas strikter reglementiert wird wie der Alkoholmarkt: Qualitätsvorschriften, Altersbegrenzungen, von Seiten der Konsumenten psychische und physische Überprüfungen. Würde das Problem von illegalen Drogenkartellen eliminieren.
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    2. Antwort von Samuel Brander  (Samuel Brander)
      Ich verweise zur Legalisierung auf Portugal, dort wurden als Antwort auf grosse Drogenprobleme sämtliche Drogen entkriminalisiert, mit der Bedingung, dass das ganze Budget, das vorher in den War on Drugs gesteckt wurde, jetzt eingesetzt wird, um Süchtigen psychisch zu helfen, sie wieder einzugliedern, ihnen stabile Arbeitsplätze zu verschaffen, sodass sie ein geregeltes Leben führen und nicht mehr ihre Sorgen in Drogen ertränken müssen.
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    3. Antwort von Lilian Albis  (...)
      Das ist Blödsinn, entschuldigen Sie. Die Liberalisierung von Marihuana, ja. Aber sicher nicht ALLER Drogen. Die Drogenabgabe (Heroin) an Schwerstsüchtige hat sich zum Beispiel aber sehr bewährt. Das hat aber nichts mit einer generellen Straffreiheit zu tun.
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    4. Antwort von Lilian Albis  (...)
      Präzisierung: meine Antwort hat natürlich Herrn Harry Pepelnar, und nicht Herrn Brander gegolten.
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