Düstere Aussichten für die Walliser Finanzen

Gestützt auf Empfehlungen von Wirtschaftsforschern will der Walliser Finanzdirektor 120 Millionen Franken einsparen.

Der Kanton Wallis muss viel Geld einsparen in den nächsten Jahren. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Kanton Wallis muss viel Geld einsparen in den nächsten Jahren. Keystone/Symbolbild

Der Kanton Wallis hat das Wirtschaftsforschungsinstitut Bak Basel mit einer Überprüfung der Kantonsfinanzen beauftragt. Dabei sind die Experten zum Schluss gekommen, dass der Staat nicht mehr pro Bürger ausgibt als die anderen Schweizer Kantone im Durchschnitt. Im Vergleich mit anderen sogenannten Referenzkantonen sind die Ausgaben allerdings insgesamt leicht höher.

Die Differenz beträgt rund zwei Prozent. Das strukturelle Defizit werde 2017 rund 80 Millionen Franken betragen, hat das Bak Basel berechnet. Darin ist die Tilgung der Fehlbeträge von 2013 und 2014 noch nicht enthalten. Der Sparbedarf ist allerdings höher als der voraussichtliche Defizitbetrag:

Der Walliser Finanzdirektor möchte deshalb insgesamt 120 Millionen Franken einsparen, um die Kantonsfinanzen wieder ins Lot zu bringen. Das ist allerdings ein verhältnismässig moderater Betrag verglichen mit dem Budget des Kantons, das rund 3 Milliarden Franken beträgt.

Noch vor dem Sommer soll bekannt werden, wo die Regierung den Rotstift ansetzen möchte.