Durchzogener Start der Freiburger «Off»-Kampagne

Der Stromverbrauch im Kanton Freiburg wächst analog mit der Bevölkerung. Dem will der Kanton nun Einhalt gebieten - mit einer Kampagne, die für Aufsehen sorgte. Eine erste Bilanz.

Eine Anzeige steht auf rot. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Freiburger Strombarometer liegt im Plus: Ziel im Juli nicht erreicht. off-fr.ch

Während dem Gottesdienst in der Kathedrale Freiburg geht das Licht aus, Doris Leuthard steht bei einem Vortrag im Dunkeln, bei einer Party in Bulle verstummt die Musik: In den letzten Monaten veranstaltete der Kanton Freiburg verschiedene Mini-Blackout, um auf die Kampagne «Off» aufmerksam zu machen.

Das erklärte Ziel des Kantons ist, dass der Stromverbrauch während eines Jahres nicht ansteigt. Die Kampagne begann gut, der Stromverbrauch sank im Juni tatsächlich. «Wegen dem grüseligen Wetter im Juli ist der Stromverbrauch aber wieder angestiegen», sagt der kantonale Energiedirektor Beat Vonlanthen.

Schritt für Schritt

Die «Off»-Kampagne ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur 4000-Watt-Gesellschaft, welche sich der Kanton Freiburg für das Jahr 2030 zum Ziel gesetzt hat. Ein jährlicher Stromverbrauch von 4000 Watt pro Person bedeutet im Vergleich zu heute eine Reduktion von rund 20 Prozent.

Ist da eine Kampagne, welche den Stromverbrauch bloss einfrieren will, nicht zu bescheiden? «Wir müssen Schritt für Schritt vorwärts gehen», so Beat Vonlanthen. Auf kantonaler Ebene wurde soeben das Energiegesetz eingeführt, «und auch auf Bundesebene ist in Sachen Energiepolitik viel in Gang.»

Sendung zu diesem Artikel