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Alec von Graffenried: «Gegen die Bevölkerung kann man so Grossevents nicht machen.»
abspielen. Laufzeit 02:53 Minuten.
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E-Prix in Bern Gelungener Anlass – viele Diskussionen

Das Formel E-Rennen hat zehntausende nach Bern gelockt. Trotz gelungenem Anlass war die Kritik daran nicht zu überhören.

Über 60 Jahre nach dem letzten Formel-1-Rennen auf dem legendären Berner Bremgartenring fand in Bern wieder ein Automobil-Rundkursrennen statt. Diesmal standen aber die Boliden der Formel-e am Start, also Elektroautos. Der Grossanlass in Bern gehörte zur weltweiten Rennserie der Formel-e und fand erstmals in der Bundesstadt statt.

Viel Publikum – viel Unmut

130'000 Personen wohnten nach Angaben des Veranstalters dem Anlass bei, der auf Zuschauerseite ohne nennenswerte Zwischenfälle über die Bühne ging. Die Grossveranstaltung nahm die Berner Altstadt und die Gebiete rund um den Bärengraben voll in Beschlag. Schon Tage vorher sorgte dies namentlich bei den Anwohnern für Unmut. Sie mussten zum Teil lange Umwege in Kauf nehmen, weil alles abgesperrt war.

Kritiker monierten unter anderem , der Grossanlass sei überhaupt nicht nachhaltig, denn um die gigantische Infrastruktur nach Bern zu karren, brauche es tausende Lastwagenfahrten.

«Noch zu früh, um Bilanz zu ziehen»

Stadtpräsident Alec von Graffenried betonte am Samstag nach dem Rennen, es sei noch zu früh um Bilanz zu ziehen. Er stritt aber gewisse Schwierigkeiten und Diskussionen, die es rund um den Anlass gab nicht ab. Die nach Angaben des Stadtpräsidenten rund 100'000 Besucher hätten Freude gehabt am Anlass, es habe eine gute Stimmung geherrscht.

Video
Aus dem Archiv: Formel-E-Rennen spaltet Bern
Aus Schweiz aktuell vom 24.06.2019.
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Irritiert zeigte sich die Bevölkerung, dass die Nydeggbrücke auch für Fussgänger gesperrt war und im Raum Bärengraben und auf der Brücke riesige Zelt- und Tribünenkonstruktionen errichtet wurden für die geladenen Gäste. Gemäss von Graffenried hat die Stadt Bern dem Veranstalter die Flächen bewilligt. Was er daraus machte, habe er damals noch nicht im Detail gewusst, räumte der Stadtpräsident ein. Den Vorwurf, der Gemeinderat habe sich nicht genügend mit dem Projekt beschäftigt, liess von Graffenried indessen nicht gelten.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Dass über dieses Formel-E-Rennen in Bern vor und nach dem Rennen sehr einseitig negativ kommuniziert wurde, gehört zu Bern und zu den Einheitsmedien, wie das "amen" in der Kirche. Neben anderen Events und den fast wöchentlichen Saubanner-Umzügen und Sachbeschädigungen aus der Anarchisten-Kaserne (Reitschule), hinterliess diese weltweit übertragene Veranstaltung viel positive Nachhaltigkeit und keine Trümmer und viele verletzte Polizisten! Ueber 100'000 Besucher und sämtliche Hotels ausgebucht!
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  • Kommentar von René Baron  (René Baron)
    Zürich konnte das besser. Bern und Innovation ist wie einem Buchhalter den Hyperloop erklären ;-)
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  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Für 22 Personen werden ganze Quartiere abgeschnitten und der Zugangsverkehr für Otto Normalbürger wird während Tagen blockert, behindert und verzögert.ÖV und Individualverkehr wird massiv beeinträchtigt. Es belustigt auch, dass in Bern offenbar an gewissen Freitagen tausende gegen den Klimawandel demonstrieren, die rotgrüne Stadtregierung sich aber entblödet die Riesendieselaggregate die auf der Allmend den Strom für die Bollidenbatterien produzierten, als grüne Spitzetechnologie zu bezeichnen.
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    1. Antwort von René Baron  (René Baron)
      Die von Ueli Lang erwähnten 22 Personen dürften in etwa im gleichen Verhältnis zu den vom Anlass profitierenden Personen (z.B. eTech Spitzenenforschung der ETH, 100k begeisterte Zuschauer, etc.?) stehen wie sein Tunnelblick zur Gesamtbetrachtung ;-)
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