Ein Bahnunternehmen als Wirtschaftsmotor des Mattertals

Seit 125 Jahren fahren Züge zwischen Visp und Zermatt. Die Matterhorn Gotthard Bahn bringt der Region aber weit mehr als bloss gute Verbindungen.

«Die Bahn war eine riesige Chance für unser Tal», sagt der Präfekt des Bezirks Visp, Stefan Truffer im Gespräch mit Radio SRF. Der weltbekannte Tourismusort Zermatt profitierte von Anfang an stark von der Bahnlinie.

«  Die Bahn war eine riesige Chance für unser Tal. »

Stefan Truffer
Präfekt Bezirk Visp

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125-Jahr-Jubiläum Visp-Zermatt

Am 18. Juli 1891 hatte die Visp-Zermatt-Bahn ihre Jungfernfahrt. Die Schmalspurbahn verkehrte auf der 44 Kilometer langen Strecke anfänglich nur von Juni bis September. Heute verkehren die Züge im Halbstundentakt, mehr als 3 Millionen Fahrgäste aus aller Welt nutzen die Verbindung jedes Jahr.

«Diese Verbindung machte den Aufschwung erst möglich», sagt der Zermatter Gemeindepräsident Christoph Bürgin. Bis heute hat sich daran wenig geändert. Praktisch alle Gäste reisen mit der Bahn in den autofreien Ort.

Weit mehr als nur ein touristischer Faktor

Von der Bahnverbindung profitiert jedoch nicht nur der Tourismus. Das Bahnunternehmen beschäftigt insgesamt 620 Angestellte und ist damit einer der grössten Arbeitgeber in der Region. Viele Güter werden mit der Bahn transportiert, so kann die Strasse entlastet werden.

Nicht zuletzt ist das Unternehmen auch im Immobiliengeschäft aktiv: Zur Muttergesellschaft BVZ Holding gehört auch ein Geschäftszweig, der in Visp und Zermatt Wohnungen in bester Lage besitzt. Das hat insbesondere das Ortsbild von Visp verändert und damit auch zur Entwicklung des Städtchens beigetragen.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 06:32 /17:30 Uhr)