Ein Film über Kardinal Schiner - und seinen grössten Verehrer

Der Walliser Kardinal Mätthaus Schiner führte die Eidgenossen vor 500 Jahren in die Schlacht von Marignano. In einem Film des Schweizer Fernsehens steht das aber nicht im Vordergrund.

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Das Schlachtross des Papstes

3:28 min, aus Schweiz aktuell vom 10.9.2015

Der Dokumentarfilm von Roland Huber beginnt mit einer skurrilen Szene: Drei Männer stehen in einer Römer Kirche und bohren ein Loch in die Grabwand eines Papstes.

Gruppenbild von Werner Bellwald, Roland Huber und Herbert Volken. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Historiker Werner Bellwald, Filmemacher Roland Huber und Schiner-Verehrer und Präfekt Herbert Volken (von links). SRF/ Priska Dellberg

Sie suchen die sterblichen Überreste von Kardinal Matthäus Schiner, der als Anführer der Eidgenossen in der Schlacht von Marignano Geschichte geschrieben hat.

Die Anfangsszene lässt schon erahnen, dass der Film keine historische Dokumentation ist. Sondern viel mehr zeigt, wie der wohl glühendste Verehrer des Kirchenmannes und Kriegstreibers schlicht alles unternimmt, um Schiner die Ehre zu erweisen.

«Es gibt keinen grösseren Walliser. Nicht mal FIFA-Präsident Sepp Blatter kommt an Schiner heran», sagt der Gommer Präfekt Herbert Volken.

Stoff, wie es ihn nur im Wallis gibt?

Geschichten wie diese können man wohl nur aus dem Wallis erzählen, glaubt Filmemacher Roland Huber. Er hat mit seinem Hauptprotagonisten Herbert Volken bereits viele Filme gedreht. «Er bietet seit mehr als 30 Jahren Hand für gute Geschichten», erzählt der Zürcher Filmemacher.