Ein Roboter macht Laune auf technische Berufe

Lehrlinge und Gymnasiasten bauen und programmieren gemeinsam einen kleinen Roboter. Dieses Projekt soll die Begeisterung für technische Disziplinen wecken.

Die Idee

Gymnasiasten aus Köniz und Lernende der Fachschule im Berner Lorrainequartier sollen mit und voneinander lernen. Wie plane und baue ich einen Roboter? Welche Wissenschaft steckt dahinter? Um diese Fragen geht es.

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Mehr MINT-Berufe

Die Schweiz will mehr Jugendliche in MINT-Berufen ausbilden. Das sind Tätigkeiten mit einem Hintergund in der Mathematik, der Informatik, der Naturwissenschaften und der Technik. Das Roboter-Projekt ist Teil dieser Bemühungen.

Die Aufgabe

Ein selber gebauter Roboter soll einer schwarzen Linie folgen können. Dafür muss er sehen, denken, fahren und steuern können. Dafür müssen die nötigen elektronischen Teile auf eine Platine und mit der Mechanik verbunden werden.

Das Ergebnis

Die Zweierteams haben je einen mausartigen Roboter gebaut. Mit zwei voneinander unabhängigen Rädern ist er wendig und kann auch feine Kurskorrekturen machen. Ein Lichtsensor erkennt, ob der Roboter noch auf der Linie fährt, und sendet diese Information an den Prozessor weiter, welcher dann den Rädern sein Kommando gibt.

Das Video der Fachschule.

Nur wer informiert ist, kann entscheiden

Der Sinn hinter solchen Projekten ist, dass junge Leute Berührungsängste abbauen. Gerade in den technischen Berufen mangelt es in der Schweiz noch immer stark an Frauen. Das Bauen und Programmieren eines Roboters gemeinsam mit einem Elektroniklehrling kann hier einen Einstieg in die Welt der Technik ermöglichen.

Schliesslich werden nicht alle, die in den letzten Wochen einen Miniroboter gebaut haben, einen technischen Beruf wählen und zum Beispiel Ingenieurwissenschaften studieren. Aber sie treffen zumindest eine bewusste Einscheidung für oder gegen diese Berufsrichtung. Und das ist mehr, als wenn sie nicht darüber nachgedacht hätten.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis; 17:30 Uhr