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Neues Verkehrsregime ab 2022 Einbahnverkehr - die Stadt Thun bleibt eine Baustelle

Wenn im November die Stadt-Umfahrung Bypass Thun Nord eröffnet wird, ist nicht Schluss mit Bauarbeiten an Thuner Strassen und Brücken: Stadt und Kanton Bern planen Bauarbeiten an Berntorplatz, Lauitorstutz und zwei Aarebrücken. Denn - ab Herbst 2021 gilt Einbahnverkehr.

Der neue, 100 Millionen Franken teure Bypass Thun-Nord erschliesst das Gewerbegebiet beim Bahnhof und den Entwicklungsschwerpunkt auf dem Thuner Waffenplatz-Gelände besser. Aber um seine volle Wirkung auch für die Thuner Innenstadt zu entwickeln, brauche es weitere Massnahmen, sagen Stadt Thun und Kanton Bern. Heisst: Einbahnverkehr durch die Stadt. Vorher wird noch gebaut:

Baustellenplan Thun
Legende: Berntorplatz und Lauitorstutz (blau) werden umgebaut. Danach gilt auf zwei Achsen Einbahnverkehr (rot). Stadt Thun/Kt.BE
  • Der Berntorkreisel am Rand der Thuner Altstadt Richtung Bern wird umfassend umgebaut. Vorgesehen sind zwei fünfmonatige Bauphasen 2018 und 2019.
  • Der Lauitorstutz wird verbreitert und für Velofahrer sicherer gemacht. Seit Jahrzehnten ein Nadelöhr, denn hier landet der gesamte Verkehr vom rechten Thunersee-Ufer. Er wird nicht mehr direkt in die Innenstadt fahren können.
  • Während der Bauzeit ist die Strasse zwischen den beiden Baustellen nur einspurig befahrbar.
  • Nachdem diese zwei heiklen Verkehrsknoten umgebaut sind, werden zwei Verkehrsachen in der Innenstadt nur noch im Einbahnverkehr befahrbar sein. Betroffen sind die Allmendbrücke und die Sinnebrücke. Ausgenommen davon sind der öffentliche Verkehr und die Zweiräder.

Plan mit Umleitungsrouten.
Legende: Der Bypass Thun-Nord funktioniert nur, wenn er benutzt wird - mit längeren Wegen von Steffisburg und Heimberg her. zvg Thun/Kt.BE
Das Einbahn-Regime wird auch für das rechte Seeufer funktionieren - sofern der neue Bypass Thun-Nord auch gebraucht wird.
Autor: Markus Wysskantonaler Oberingenieur Berner Oberland

Die Gemeinden am rechten Thunersee-Ufer sind gespannt

Ein wesentlicher Knackpunkt des neuen Regimes ist der Verkehr vom rechten Thunersee-Ufer her. Da gab es im Sommer 2017, als gleichzeitig ein Kreisel und mehrere Strassen in der Stadt repariert wurden, kilometerlange Staus und riesige Verspätungen auch für den öffentlichen Verkehr.

«Diese Hindernisse gibt es beim künftigen Einbahn-System nicht mehr», sagt der Thuner Baudirektor Konrad Hädener. Und Oberingenieur Markus Wyss fügt an: «Wenn die Verkehrsteilnehmer von Steffisburg und Heimberg her den Bypass benutzen, dann wird auch der Verkehr vom rechten Thunersee-Ufer her viel besser laufen als heute».

Vier mühsame Baujahre

Bis es soweit ist, stehen der ganzen Agglomeration Thun vier wahrscheinlich mühsame Baujahre bevor. Thun und die Nachbargemeinden sind gespannt, ob sich die zuversichtlichen Prognosen der Verkehrsplaner bewahrheiten.

Thomas Wegmann, der Direktor des ÖV-Unternehmens STI ist wachsam. Die Baujahre könnten für die Busse noch hart werden, sagt er. «Wenn sich eine Situation wie diesen Sommer abzeichnet, als unsere Busse an der rechten Seeseite stundenlang aufgereiht im Stau standen, braucht es sehr schnell Lösungen. So etwas wollen wir unseren Kunden nicht vier Jahre zumuten.»

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Elio Marazzi (Antonio)
    Ein Tunnel in der Verlängerung des Bypasses ab Stockhornstrasse Steffisburg bis Hünibach wäre die einzige Lösung, die eine massive Verbesserung brächte. Diese Idee stammt aus den 60er Jahren. Zu teuer? Die ewige Pflästerlipolitik und permanrnte Umbauerei kommt kaum billiger. Allerdings würde ein solcher Tunnel kaum Autos von der Strasse wegbringen. Könnte das Teil der Politik sein?
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