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Einbürgerungsgesetz Stadt Bern Deutsch-Kenntnisse sind nicht mehr zwingend

Wer sich in der Stadt Bern einbürgern lassen will, soll dies in Zukunft auch auf Französisch tun können.

auf einer Wandtafel steht Französisch
Legende: Künftig soll in der Stadt Bern auch ein Einbürgerungsverfahren auf Französisch möglich sein. David-W-/photocase.de

Einbürgerungswillige Ausländerinnen und Ausländer sollen in der Stadt Bern künftig auch ein französischsprachiges Verfahren durchlaufen können. Für Bern als Hauptstadt des zweisprachigen Kantons Bern sei es «erstrebenswert», ein Verfahren auch in dieser Sprache anzubieten, findet die Stadtregierung.

Die Stadt Bern will diese Neuerung bei der Totalrevision des Einbürgerungsreglements umsetzen. Möglich wird dies dank entsprechenden Änderungen auf Bundes- und Kantonsebene. So hat zum Beispiel der bernische Grosse Rat eine Bestimmung verankert, welche den Gemeinden in sprachlichen Belangen mehr Spielraum gibt.

Nähe zur Romandie

Für den Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause gibt es gute Gründe, auch französisch als Sprache bei Einbürgerungen zuzulassen. «Die Stadt Bern hat eine zweisprachige Tradition.» Die Kantons- und Bundesverwaltung befänden sich in Bern. Die Stadt Bern liege zudem der Romandie nahe.

Der Berner Gemeinderat rechnet mit zusätzlichen Kosten für Übersetzungsdienste von anfänglich bis zu 96'000 Franken pro Jahr.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Alexandra Obert (Hélène)
    Je suis très fière que la commune Bernoise prenne cette initiative. La Suisse est composée de différentes cultures et les langues représentent une de ses plus grande richesse... Ce qui normalement devrait ouvrir l'esprit. Lorsque je lis les commentaires de certains pro "uni-liguiste" qui ne connaissent bien trop peu l'histoire de la Suisse, je ris sous ma cape... J'espère que cette initiative va passer pour tous les Suisses qui embracent leurs 4 langues nationales.
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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Das scheint mir eine grosse Verirrung. Eine Einbürgerung sollte sogar im Dialekt sein. Hier fehlt es der Schweiz an Identitätsgefühl. Könnt es ja gerade auf Englisch machen. Nun ich reg mich da nicht gross auf denn die Welt braucht eh neue Identitäten, aber es bleibt eine Verirrung.
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  • Kommentar von Susanne Saam (Biennoise)
    Schaut euch doch mal die französischen Abteilungen in den Berner Buchhandlungen an - daran lässt sich ablesen, was in Bern so gesprochen wird. Unter anderem ziemlich viel Französisch. Und als Stadt/Hauptstadt mit vielen Botschaften und Konsulaten ist Mehrsprachigkeit eh angesagt. Guter Entscheid!
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