Eine Million Franken für Freiburger Begegnungszone?

Mit der Schliessung der Zähringerbücke in Freiburg will die Stadtregierung das Burgquartier neu gestalten. Busse sollen künftig nur noch mit 20 Stundenkilometern und nur noch auf einer Seite der Kathedrale fahren dürfen. Das ärgert die Verkehrsbetriebe.

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Bildlegende: Auf dieser Seite der Kathedrale soll der Bus nicht mehr durchfahren dürfen. SRF

Die Stadtbehörden hätten das technisch nicht abgeklärt, sagt Vincent Ducrot, Direktor der Freibuger Verkehrsbetriebe TPF: «Die Fahrleitung zu verlegen ist schwierig, und die Busse können nicht kreuzen».

In der Begegnunszone dürften die Busse zudem nur 20 Stundenkilometer fahren. Um den Fahrplan einzuhalten, müsse die TPF einen zusätzlichen Bus einsetzen. «Das kostet den Steuerzahler eine Million Franken pro Jahr, wir finden das nicht sehr klug», so Vincent Ducrot.

Verpasste Chance

Nicht nachvollziehen kann diese Argumentation Thierry Steiert, Gemeinderat der Stadt Freiburg. Heute verstopften 25‘000 Autos pro Tag die Strassen um die Kathedrale. Die Busse würden künftig trotz Begegnungszone schneller sein, glaubt er: «Sie bleiben nicht mehr im Stau stecken».

Wenn die Busse weiterhin auf beiden Seiten der Kathedrale fahren, dann wäre das eine verpasste Chance für die Neugestaltung des Burgquartiers. «Man könnte begrünen, Terrassen bauen und den Samstagsmarkt ausweiten», sagt Thierry Steiert.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 6:32 Uhr)